• 02.10.2007, 12:28:13
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Scheele zu Klimapolitik: Industrienationen müssen voran gehen

Wien (SK) - Die Leiterin der SPÖ-Delegation im Europäischen
Parlament, Karin Scheele, nahm gestern im Rahmen eines Vortrags im
Europa Club Wien zur EU-Klimapolitik Stellung. Scheele ist Mitglied
des im Juni 2007 ins Leben gerufenen nichtständigen Ausschusses für
Klimawandel des Europäischen Parlaments. "Es gibt in der EU bereits
viele Gesetze, die auf Umwelt- und Klimaschutz abzielen. Der
Klima-Ausschuss geht aber erstmal fächerübergreifend an die
Problematik heran", erklärte Scheele. Es gelte, auf EU-Ebene den
Beschluss von entsprechenden Gesetzen voran zu treiben. "Wir müssen
best-practice-Modelle im Bereich der erneuerbaren Energien aufzeigen
und den Erfahrungsaustausch zwischen Regionen verstärken". Auch
Klimawandel-Skeptiker könnten die im vierten UNO-Klimabericht
enthaltenen alarmierenden Fakten nicht leichtfertig beiseite wischen,
so Scheele. ****

Scheele: "Auch wenn es entscheidend ist, Schwellenländer wie China
oder Indien beim Klimaschutz ins Boot zu bringen, müssen die
Industrienationen hier eine führende Rolle übernehmen. Denn der
Klimawandel ist die Folge der Emissionen dieser hochentwickelten
Länder. China emittiert an CO2 pro Kopf gerechnet ein Zehntel der
USA. Dies ist ein klarer Auftrag für eine Themenführerschaft der
Industrienationen bei der Klimakonferenz auf Bali im Dezember, wo es
um ein Nachfolge-Abkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll
gehen soll." Eine wichtige Aufgabe des EU-Klimaausschusses sei in
diesem Zusammenhang auch die Verabschiedung einer Stellungnahme zur
Bali-Konferenz.

Auf europäischer Ebene seien bereits etliche Maßnahmen zur Steigerung
der Energieeffizienz bzw. technologische Verfahren zur Reduktion von
CO2-Emissionen bekannt. Für die EU-Klimapolitik gelte es jetzt
auszuloten, in welche Bereiche verstärkt zu investieren sei und
welche Formen der erneuerbaren Energien regionalspezifisch
weiterentwickelt werden müssen. "Die zunehmende Abhängigkeit Europas
von Energielieferungen wird dieses Diskussion zusätzlich anfachen.
Dafür spricht klarerweise auch, dass durch den Ausbau von
erneuerbaren Energien wie Wind-, Solarenergie oder Biomasse höchst
erfolgreich Arbeitsplätze geschaffen werden", so Scheele weiter.
Klimapolitik stehe daher keineswegs im Widerspruch zu Wachstums- und
Beschäftigungspolitik. Für die Industrienationen gelte es, durch
rasche politische Weichenstellungen glaubwürdig aufzutreten, um bei
Maßnahmen gegen den Klimawandel auch die Schwellenländer
miteinzubeziehen, schloss Scheele. (Schluss) gd/mm

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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