Bundeskanzler Gusenbauer: "Qualifizierungsoffensive der Sozialpartner unterstützen"

Wien (OTS) - Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Vizekanzler
Wilhelm Molterer wurden heute "Vorschläge für ein Maßnahmenpaket zur Deckung des Fachkräftebedarfs und zur Jugendbeschäftigung" von den Sozialpartnern überreicht. Diese wurden von Rudolf Hundstorfer (ÖGB), Christoph Leitl (WKÖ), Herbert Tumpel (AK) und Gerhard Wlodkowski (LKÖ) vertreten.

Bundeskanzler Gusenbauer dankte den Sozialpartnern für die bisherige gute Zusammenarbeit und den wichtigen Impuls, den sie mit diesem Paket setzen. "Mit diesen Maßnahmen sollen die Chancen der Arbeitssuchenden, insbesondere von Jugendlichen, verbessert und deren qualifizierte Aus- und Weiterbildung gewährleistet werden. Wir erhalten damit jene Fachkräfte, die wir in der Wirtschaft dringend brauchen", so Gusenbauer.

Der österreichische Arbeitsmarkt ist einerseits durch einen Facharbeitermangel und andererseits durch eine immer noch zu hohe Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen und älteren Arbeitnehmern gekennzeichnet. Die Sozialpartner einigten sich nun darauf, die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften zuerst in Österreich abzudecken. Dies soll durch ein neugeschnürtes Maßnahmenpaket erfolgen. Vorgesehen ist eine "Zukunftsförderung" der Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, wobei nunmehr die Höhe der Förderung von der Ausbildungsqualität abhängig sein wird. Es sollen Anreize für Ausbildung mit Zukunftschancen geschaffen werden. Dies komme sowohl den Betrieben als auch den Arbeitnehmern zugute, so die Sozialpartner.

Für Jugendliche, die keine Lehrstelle finden, soll eine überbetriebliche Ausbildung gewährleistet werden. Erst wenn der heimische Bedarf an Fachkräften weiterhin nicht gedeckt werden kann, soll der Arbeitsmarkt für ausländische Arbeitskräfte geöffnet werden. Davor sollen jedoch rechtliche Maßnahmen gegen Lohndumping getroffen werden.

Ziel ist die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und letztlich die Vollbeschäftigung in Österreich. "Die Regierung wird sich bemühen, dieses Paket gemeinsam mit den Sozialpartnern zu verwirklichen", so Gusenbauer abschließend.

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