Neues Volksblatt: "Mitte" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 1. Oktober 2007

Linz (OTS) - Die ÖVP versteht sich als politische Kraft der Mitte. Wer die Reaktionen auf den Auftritt des Leiters der ÖVP-Perspektivengruppen, Landwirtschaftsminister Josef Pröll, gestern in der Fernseh-Pressestunde mitbekommen hat, der hat die Bestätigung, dass die Volkspartei genau dort angesiedelt ist: in der Mitte. Denn:
Sozis und Grüne sehen in den ÖVP-Vorschlägen einen Rückschritt, und aus der FPÖ kommt der Vorwurf, die ÖVP drifte gesellschaftspolitisch nach links ab. Die Wahrheit liegt, wie immer, in der Mitte! Bezeichnend ist, dass die Linken ihren Vorwurf der Rückschrittlichkeit an dem von Pröll vorgeschlagenen "Familiensplitting" festmachen, was den Familien eine gewaltige steuerliche Entlastung bringen würde, während sie als positiv vor allem den Vorschlag der eingetragenen Partnerschaft für Homosexuelle sehen.
Man kann sich nur wundern, wie links von der Mitte die Prioritäten gesetzt werden. Und wundern kann man sich auch nur, wie kalt dort über die Sorgen und Probleme der Familien drübergefahren wird.
Die ÖVP fährt, wie man gestern in der "Pressestunde" erfahren konnte, nirgends drüber; über Minderheiten nicht und über die Familien schon gar nicht. Gott sei Dank!

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001