Wiener Wissenschaftsstadtrat kritisiert Chaos an den Unis

Mailath: "Hahn gefährdet die Ausbildung im universitären Bereich und damit die Zukunft unseres Landes."

Wien (OTS) - Heftige Kritik an den verschärften Zugangsbeschränkungen an österreichischen Hochschulen übte der Wiener Wissenschaftsstadtrat Andreas Mailath-Pokorny am Rande der Bizauer Gespräche zum Thema "Bildung und Ausbildung" in Vorarlberg. "Zwei Tage vor Semesterbeginn herrscht an den Universitäten das totale Chaos." Mailath ortete die Ursachen dafür in einer verfehlten Hochschulpolitik und stellte dem zuständigen Wissenschaftsminister Gio Hahn ein vernichtendes Zeugnis aus: "Es gibt nicht mehr Studienplätze, es gibt nicht mehr Professoren, es gibt keine bessere Infrastruktur und auch nicht mehr Geld, sondern nur ein Mehr an Zugangsbeschränkungen, bürokratischen Hürden und Verunsicherung unter den Studenten. Hahn gefährdet mit seiner Politik die Ausbildung im universitären Bereich und damit die Chancen der Jugend", so Mailath.

Die derzeitige Situation an den österreichischen Unis sei alarmierend, fuhr der Wiener Wissenschaftsstadtrat fort. "Der Zugang wird weiter erschwert, die soziale Selektion wird wieder stärker, es herrschen enorme Infrastrukturmängel, katastrophale Betreuungsverhältnisse und eine eklatante Personalknappheit." Mailath verwies auf die Ergebnisse der aktuellen Bildungsstudien der OECD und des IHS, die die offensichtlichen Defizite im Bildungssystem bestätigen. Insbesondere was die Akademikerquote anbelangt, stellt die OECD Studie Österreich ein extrem schlechtes Zeugnis aus: Mit einem Hochschulabsolventenanteil von 20 Prozent liegt Österreich weit hinter dem OECD-Mittel von 36 Prozent.****

"Angesichts dieses Befundes erwarte ich mir von einem Wissenschaftsminister kreativere Lösungen für unsere Studenten, als die bloße Verlängerung von unnötigen Zugangsbeschränkungen und das sture Festhalten an den Studiengebühren", betonte Mailath. "Ich erwarte mir ein klares politisches Bekenntnis zu Bildung, und zwar in Form von ausreichend Studienplätzen, dem weiteren Ausbau der Stipendien, einer besseren Infrastruktur, mehr Lehrpersonal und nicht zuletzt einer höheren Dotierung der Universitäten. Denn Bildung und Ausbildung sind die wichtigste Ressource eines Landes und die Universitäten sind die Basis dafür. Wer das ignoriert, gefährdet nicht nur die Chancen der Jugend, sondern schadet damit auch dem Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, denn Bildung ist unsere Zukunft", unterstrich Mailath abschließend. (Schluss) rie

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