Vom "Kraut und Rüben-Programm" zur Marke: 40 Jahre Ö1

Wien (OTS) - 8760 Sendestunden pro Jahr, täglich mehr als 640.000 Hörer/innen, rund 52.000 Ö1-Club-Mitglieder - zum 40. Geburtstag hat Ö1 allen Grund zum Feiern. Der Sender war nie erfolgreicher, nie moderner, nie aktiver als heute.

Der Kultur- und Informationssender Ö1 ist hervorragend positioniert und einer der erfolgreichsten Kultursender im europäischen Raum. Das ist nicht nur darauf zurückzuführen, dass die Stärken - verlässliche Information, Bildungs- und Kulturvermittlung und umfassendes Service - laufend ausgebaut werden, sondern auch, dass seit Mitte der 90er Jahre bewusste Markenpolitik betrieben wird. Ö1 ist es in den vergangenen Jahren gelungen, sein Image durch noch mehr Publikumsnähe und verstärktes programmadäquates Service stark zu verbessern. Parallel dazu wurde durch eine Ausweitung der Off-Air-Aktivitäten der Kontakt zu den Hörerinnen und Hörern intensiviert. Programmschwerpunkte, Service und Publikumsnähe sind für Österreich 1 wesentliche Grundsätze, um dem Kultur- und Bildungsauftrag noch besser gerecht zu werden.

Die Einführung der Strukturprogramme am 1. Oktober 1967 gilt als Geburtsstunde von Österreich 1. Vorgabe des vom damaligen Generalintendanten Gerd Bacher nach Vorbild der BBC eingeführten Programms: "Ö1 als Standort des geistigen und musischen Österreich". 40 Jahre später bietet Ö1 weit mehr als das: 103 verschiedene Formate aus den Bereichen Information, Wissenschaft, Kultur, Religion und Gesellschaft sind die Basis. Dazu kommen zahlreiche weitere Betätigungsfelder: der Ö1-Club, die Zeitschrift "gehört", das RadioKulturhaus mit täglichen Kulturveranstaltungen, der Führungspfad im Funkhaus, der Shop, CD-Produktionen, Sendungs-Kopier-Service, die Grafik des Monats, Organisation von Festivals, Reisen, Ö1-Sommerakademien mit Mal-, Schreib- und Handwerkskursen und schließlich das Ö1-Angebot im Internet samt interaktiven Angeboten.

Wichtige Daten in der Ö1-Geschichte

1. Oktober 1967: Die Geburtsstunde von Ö1 +++ September 1969:
Erste Stereo-Übertragung von den Salzburger Festspielen +++ März 1977: Mit dem geänderten Ö1-Schema wird der Stundentakt im Programm eingeführt +++ Jänner 1984: Das Ö1-Schema wird wieder erneuert - ab sofort gibt es fixe Beginnzeiten sowie einen besseren Rhythmus von Wort- und Musiksendungen +++ November 1987: Neues Ö1-Schema mit einer durchmoderierten Nachmittagsleiste und zahlreichen neuen Sendereihen, die bis heute im Programm sind (z. B. "Aus dem Konzertsaal", "Radiogeschichten", "Im Gespräch", "Ambiente", "Kunstradio -Radiokunst", "Moment - Leben heute", "Tonspuren") +++ April 1990: Ö1 sendet rund um die Uhr +++ September 1994: Der Tiroler Komponist Werner Pirchner sorgt mit fast 150 Kennungen für ein neues akustisches Design von Ö1 +++ Mai 1995: Mit dem Slogan "Ö1 gehört gehört" startet die erste Werbe- und Imagekampagne, die im folgenden mehrfach ausgezeichnet wird +++ Jänner 1996: Gründung des Ö1-Clubs +++ Oktober 1997: Eröffnung des RadioKulturhauses +++ August 1998:
Einrichtung des Ö1-Service für telefonische und schriftliche Programmanfragen und Kritik +++ Mai 2000: Eröffnung des NewsCenters der Radio-Information +++ November 2003: Relaunch der Ö1-Internetseite als multimediale Programmergänzung +++ April 2004:
Ö1 feiert die 100. Ausgabe der Programmzeitschrift "gehört" +++ Februar 2005: Als europaweit erster Sender strahlt Ö1 Sendungen in Dolby Digital 5.1 Surround-Sound aus +++ Mai 2006: Der Ö1-Club feiert das 50.000. Mitglied +++ Jänner 2007: "40 Jahre Ö1" wird zum ganzjährigen Programmschwerpunkt, außerdem Schema-Adaptierung u. a. mit Einführung neuer Formate für Kinder +++ April 2007: Ö1 erweitert sein Download-Angebot und bietet 14 Podcasts an +++ 1. Oktober 2007:
Ö1 feiert seinen 40. Geburtstag.

"Wer in Zukunft nur sendet, hat keine"

Mitte der Neunzigerjahre verstärkte der Kultur- und Informationssender Ö1 seine Bemühungen um Hörernähe auch außerhalb des Programms und baute nach und nach ein programmbezogenes Service und Off-Air-Aktivitäten auf. Der wesentlichste Schritt, um den direkten Kontakt zum Publikum herzustellen, war die Eröffnung des RadioKulturhauses 1997. "Radio zum Angreifen" war und ist die Devise, denn Ö1 gehört eben nicht nur gehört, Ö1 gehört auch erlebt. Seit zehn Jahren finden daher im ORF KulturCafe Live-Sendungen vor Publikum statt - wie der "Ö1-Klassik-Treffpunkt" oder "Jazztime" -und auch viele der Veranstaltungen im Sendesaal werden live in Ö1 übertragen. Auf diese Weise konnten Barrieren abgebaut werden, die im Medium Radio zwischen Konsumenten und Produzenten bestanden. Es eröffnete sich die Chance, Moderator/innen, Radiomacher/innen, aber auch Stars - über die ansonsten nur berichtet wurde - dem Publikum zu präsentieren und so den unmittelbaren Kontakt zwischen ihnen herzustellen. Und das unmittelbare Feedback, die authentische Reaktion der Hörer/innen, die ja in der klassischen Form des Radios nicht zu den Radiomacher/innen dringt, eröffnete einen völlig neuen, in seiner Form originären Zugang zum Publikum.

Aber Ö1 lädt das Publikum nicht nur zu sich ein, Ö1 kommt auch zu den Hörerinnen und Hörern. Ob das im Rahmen des Donauinselfests ist, bei dem Ö1 seit 13 Jahren mit seinem Kulturzelt vor Ort ist, mit der alle zwei Jahre stattfindenden Uni-Tour, bei der sich Ö1 an neun Universitäten in ganz Österreich den Studierenden präsentiert oder mit dem Ö1-Clubmobil, das heuer die Ö1-Infobox abgelöst hat, mit dem Ö1 österreichweit bei Festivals vor Ort ist und so die Möglichkeit bietet, sich ausgiebig und interaktiv über den Sender zu informieren. Und mit dem Ziel, die Bundesländerpräsenz weiter zu verstärken, touren 2007 drei Ö1-Sendungen durch Österreich - "raus aus dem Studio, rein in die Veranstaltungshäuser" lautet das Motto für "Ex libris", das "Salzburger Nachtstudio" und "Im Gespräch".

All diese Off-Air-Aktivitäten kämen nicht zu Stande ohne das Wichtigste: das Ö1-Programm. Das Ö1-Team arbeitet ständig an Verbesserungen des Schemas, um das Programm den veränderten Hör- und Lebensgewohnheiten des Publikums anzupassen. Dabei geht es vor allem darum, Innovationen behutsam in das bewährte Ö1-Programmschema einfließen zu lassen. Denn auch am Beginn des 21. Jahrhunderts hat das Radio nichts von seiner Anziehungskraft verloren und ist ein viel genutztes Medium, das aber neue Wege zur Verbreitung nicht außer Acht lassen darf. So bietet Ö1 seine qualitätsvollen Inhalte als Download-Abos an, als Live-Radio via Internet und seit April 2007 auch in 14 verschiedenen Podcasts.

"Wir - und ich betone ‚wir’, weil Ö1 das Produkt der Leistungen unseres gesamten Teams ist -, wir machen also viele Dinge, von denen man, wenn man will, sagen kann, das gehört nicht zu den Aufgaben von Ö1. Wenn man will. Aber wir wollen nicht. Wir sind der Meinung, dass zu einem Sender, der sich um sein Publikum kümmert, mehr gehört als das Verbreiten von Sendungen. Wenn das Radio nur sendet, hat es keine strahlende Zukunft. Daher arbeiten wir an der stetigen Weiterentwicklung von Ö1 in Richtung multimedialer Dienstleister, der seinem Publikum Service und Nutzen in vielerlei Hinsicht bietet. Und ich bin davon überzeugt, dass das - neben der wichtigsten Voraussetzung eines anspruchsvollen Programms - einer der Gründe für den Erfolg von Ö1 ist", so Ö1-Programmchef Alfred Treiber.(ih, hb)

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