Kdolsky: Implementierung eines flächendeckenden Mammographie-Screening Programms

Brustkrebs in Österreich die häufigste Todesursache bei Frauen

Wien (OTS) - "Brustkrebs ist international das häufigste onkologische Problem der frauenspezifischen Gesundheitsversorgung. In Österreich erkranken jährlich rund 5.000 Frauen an Brustkrebs, etwa 1.500 Frauen sterben daran. Damit ist Brustkrebs die häufigste Todesursache bei Frauen", so Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky heute, Sonntag, anlässlich des morgigen Internationalen Brustkrebstages. "Angesichts der Erkrankungs- und Sterblichkeitszahlen ist es mir ein besonderes Anliegen in den kommenden Jahren in Österreich ein flächendeckendes Mammographie-Screening Programm nach einheitlichen Qualitätskriterien zu implementieren", so die Gesundheitsministerin. ****

Ziel sei es, durch das Screening Programm die Früherkennung von Brustkrebs signifikant zu verbessern. "Wir wissen, dass gerade beim Brustkrebs die Heilungschancen umso besser sind, je früher die Erkrankung entdeckt wird. Internationale Beispiele belegen die Effektivität und die Effizienz des Screening-Ansatzes", so Kdolsky. In europäischen Studien konnte nachgewiesen werden, dass durch ein Mammographie-Screening-Programm nach EU-Leitlinien die Sterblichkeit an Brustkrebs in der Altersgruppe der 50 bis 69-jährigen Frauen um bis zu 25 Prozent gesenkt werden kann, sowie die Heilungschancen um bis zu 90 Prozent verbessert werden können.

Im Auftrag des Gesundheitsministeriums hat das Österreichische Bundesinstitut für Gesundheitswesen daher ein Konzept für Pilotprojekte ausgearbeitet, die im Burgenland, Vorarlberg, Wien und Salzburg im Zeitraum 2006 bis 2008 durchgeführt werden. Das Konzept sieht die Einladung aller Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zum Mammographie-Screening im Abstand von jeweils zwei Jahren vor. Hinsichtlich Alter und sozialem Status soll insbesondere jene Zielgruppe von Frauen angesprochen werden, die derzeit keine regelmäßige Mammographie durchführen lassen. "Neben diesem speziellen Einladungssystem zeichnen sich diese Programme auch durch eine Doppelbefundung auf höchstem Qualitätsniveau durch zwei Spezialisten bzw. die Abklärung in interdisziplinären Teams aus", sagte die Gesundheitsministerin. Eine wichtige Begleitmaßnahme im Rahmen des Screening-Programmes sei aber auch der einfühlsame Kontakt mit Frauen und Patientinnen durch psychologisch geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

"Die Diagnose Brustkrebs ist für jede betroffene Frau ein schwerer Schlag und bedeutet eine massive Krisensituation. Als Gesundheitsministerin und als Frau ist es mein Wunsch und meine Vision, in Zukunft möglichst vielen Frauen sowie deren Familien und Angehörigen das Leid und die Schmerzen, die durch ein zu spät erkanntes Brustkarzinom verursacht werden, zu ersparen", so die Gesundheitsministerin abschließend.

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