SP-Haider: Austria Tabak und wieder einmal zahlen die ArbeitnehmerInnen die Zeche

Land OÖ muss volle Unterstützung leisten

Linz (OTS) - Auch am Tag nach der Bekanntgabe der Schließung des Linzer Austria Tabak - Werkes ist die Bestürzung und Empörung in Oberösterreich groß über dieses Verkaufsdesaster.
"Nach diesem Schock für die ArbeitnehmerInnen der Austria Tabak ist nun konkrete Hilfe notwendig. Es muss einen umfassenden Unterstützungsplan des Landes für die Belegschaft geben, der das Angebot des Eigentümers der ATW ergänzt. Ich fordere die Landesregierung und die anderen Parteien in OÖ auf, unverzüglich unseren Weg der vollen Unterstützung für die gekündigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Austria Tabak mitzugehen. Hier darf sich besonders die ÖVP nicht aus der Verantwortung stehlen, denn sie trägt schwere Mitverantwortung für das Aus des Linzer Traditionsbetriebs und die Kündigung der Menschen dort", forderte am Samstag der Vorsitzende der SP OÖ, Erich Haider.

Irgendwelche Lippenbekenntnisse und Ausflüchte der ÖVP und ihres Chefs Josef Pühringer seien nun völlig fehl am Platz. Es gehe nun um konkrete Hilfe für die arbeitslos werdende Belegschaft der immer gewinnbringenden Linzer Industrieperle Austria Tabak. Wie bei allen Privatisierungen sehe man auch in diesem Fall, dass immer in erster Linie die ArbeitnehmerInnen die Zeche für den Ausverkauf österreichischer Paradebetriebe zu zahlen hätten.
"Die ÖVP und ihre Protagonisten haben bei der Verscherbelung der Austria Tabak allen das Blaue vom Himmel versprochen. Eine blühende Zukunft wurde angekündigt und nach nur wenigen Jahren werden nun alle ArbeitnehmerInnen hinausgeworfen und der Traditionsstandort in Linz zugesperrt. Sogar der Rechnungshof hat diese Schüssel-, Grasser-, Pühringer - Verkaufsaktion schwer gerügt", ergänzte Haider.

Es sei die strategisch völlig falsche Entscheidung gewesen die ATW zu verkaufen. Statt dessen hätten der Staat und damit die Österreicherinnen und Österreicher weiter die hohe Dividende erhalten sollen. Denn schon nach nur wenigen Jahren habe der neue Eigentümer allein durch die großen Gewinne den Verkaufspreis wieder verdient gehabt. Dazu seien die beim Verkauf ausverhandelten Beschäftigungsgarantien nicht mehr als ein schlechter Witz gewesen, so Haider.

"Wir wollen volle Hilfe des Landes für die Betroffenen. Ich werde daher dieses Thema auch in der Landesregierung am Montag mit Nachdruck zur Sprache bringen", macht Erich Haider klar.

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