Wien bietet internationale medizinische Postgraduate-Ausbildung

Wien (OTS) - Als Auftakt der gemeinsamen Initiative von Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV), American Austrian Foundation (AAF), der Gesellschaft der Ärzte in Wien sowie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und den KooperationspartnerInnen Medizinische Universität Wien (MUW) und Vienna School of Clinical Research fand Donnerstag Abend in der Gesellschaft der ÄrztInnen in Wien die Gründungssitzung des Open Medical Institute (OMI) - Vienna statt. Die American Austrian Foundation etablierte bereits 1993 ein Postgraduate-Fortbildungsprogramm für MedizinerInnen, bestehend aus Medizinischen Seminaren und einmonatigen Studienaufenthalten in österreichischen Spitälern. 2005 wurde das "Open Medical Institute (OMI)" gegründet, in dem alle medizinischen Aktivitäten der American Austrian Foundation zusammengefasst sind. "Mit der Gründung des Open Medical Institutes-Vienna werden zusätzlich zum AKH alle KAV-Spitäler für ÄrztInnen aus aller Welt geöffnet", so die Wiener Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely.****

OMI - Vienna bietet Ärztinnen und Ärzten aus aller Welt eine Plattform für den Erfahrungsaustausch von medizinischem Know-how mit der Wiener ÄrztInnenschaft. Zur Intensivierung des Erfahrungsaustausches öffnen künftig die Spitäler des Wiener Krankenanstaltenverbundes ihre Türen, um jährlich bis zu 200 MedizinerInnen aus aller Welt einmonatige Studienaufenthalte zu ermöglichen. "'Going international' lautet unsere Devise", so der Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbundes Dr. Wilhelm Marhold. "Wir dehnen das System der Fellowships auf alle KAV-Spitäler aus und schaffen somit eine Struktur, um ein globales, medizinisches Netzwerk zu etablieren, das die Wiener Medizinische Schule in den Blickwinkel der medizinischen Fachwelt rückt und die Stadt Wien somit nachhaltig als humanitäre Hauptstadt Europas festigt", führt Marhold weiter aus.

KAV-SpitzenärztInnen begleiten als MentorInnen

MentorInnen begleiten die PraktikantInnen während der Dauer ihres einmonatigen Aufenthalts in den Gemeindespitälern. Die Auswahl der betreffenden MedizinerInnen sowie die organisatorische Abwicklung der An- und Abreise obliegt der AAF. Die Unterkunft sowie etwaige Arbeitsbehelfe inklusive Arbeitsbekleidung werden vom KAV gestellt.

Die PraktikantInnen werden einer Abteilung ihres Fachgebietes zugeteilt. Sie besuchen Workshops zur fachspezifischen Weiterbildung, die aber auch einen besonderen Bezug zu Wien und Österreich herstellen (z. B. "Austrian and Viennese Health Care System" oder "History of the Vienna School of Medicine").

Bei wöchentlichen Abendessen mit den MentorInnen und OrganisatorInnen des Programms wird der Erfahrungsaustausch untereinander ermöglicht. Zudem erhalten die PraktikantInnen eine zeitlich befristete außerordentliche Mitgliedschaft in der Gesellschaft der Ärzte in Wien (Medical Club). Am Ende jedes Internships wird ein Report erstellt, eine Abschlussbesprechung rundet das Intership ab.

Der Spitalsalltag von PraktikantInnen unterscheidet sich nicht von dem der in Krankenhäusern tätigen ÄrztInnen: Sie lernen die moderne Spitalsorganisation kennen, deren Strukturen und Abläufe, nehmen an Besprechungen, Konferenzen und Visiten teil, beobachten die Einsätze medizinisch-technischer Geräte bei Operationen und begleiten PatientInnen, sodass am Ende des Internships eine ausführliche Fallstudie ("Case Study") erstellt werden kann, die vom Mentor beziehungsweise von der Mentorin kommentiert wird.

Der "Medical Club" in den Räumlichkeiten der Gesellschaft der ÄrztInnen in Wien bietet den PraktikantInnen die Möglichkeit, die Bibliothek frei zu nützen sowie untereinander und mit KollegInnen aus Österreich Gedanken auszutauschen. "Wir möchten Ausbildung ohne Grenzen ermöglichen. Der internationale medizinische Erfahrungsaustausch hat mit dieser Gründungssitzung des OMI - Vienna begonnen, hier in Wien Wurzeln zu schlagen", ist sich Univ. Prof. Dr. Wolfgang Aulitzky, Präsident des Open Medical Institute der American Austrian Foundation, sicher. (Schluss) cl/me

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Wiener Krankenanstaltenverbund/Presse
Cornelia Lindner, Tel.: 01/40409-70054
conny.lindner@wienkav.at

Mag. Michael Eipeldauer
Mediensprecher StRin. Mag.a Sonja Wehsely
Tel.: 01/ 4000/ 81231
Handy: 0676/ 8118 69522
E-Mail: michael.eipeldauer@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0032