Kdolsky zum Weltherztag: Wichtige Fortschritte bei Therapie von Infarktpatienten

Herz- Kreislauferkrankungen in der westlichen Welt an erster Stelle der Todesursachenstatistiken - jährlich rund 35.000 Tote in Österreich

Wien (OTS) - "Nach wie vor stehen Herz- Kreislauferkrankungen in
der westlichen Welt an erster Stelle der Todesursachenstatistiken. 4,35 Millionen Menschen in den Mitgliedsstaaten der europäischen Region der WHO sterben jährlich daran, in Österreich sind es etwa 35.000", so Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky heute, Samstag, anlässlich des morgigen Weltherztages 2007. Der Anfang September in Wien abgehaltene Europäische Kardiologen Kongress, zu dem sich über 25.000 Herzspezialisten versammelten und über die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Herz- Kreislauferkrankungen diskutierten, sei ein Zeichen für die Wichtigkeit dieses Themas gewesen. "Die anlässlich des Kongresses von mir unterzeichnete Europäische Herz-Charta unterstreicht die Bemühungen der WHO und der EU in Kampf gegen Herz- Kreislauferkrankungen", sagte Kdolsky. ****

Die Europäische Herz-Charta empfiehlt den Unterzeichnern nachdrücklich Maßnahmen zu fördern und zu unterstützen, die erheblich zur Senkung von Herz-Kreislauferkrankungen beitragen. "Dabei sind jenen Maßnahmen Priorität einzuräumen, die auf Änderung des Lebensstils abzielen, präventiv und gesundheitsförderlich wirken", so die Gesundheitsministerin, die in diesem Zusammenhang auf die Formel "0-3-5-140-5-3-0" hinwies, mit der die wesentlichen Schritte einer effektiven Prävention auf den Punkt gebracht werden:

0: keine Zigaretten
3: täglich drei Kilometer zu Fuß gehen oder 30 Minuten körperliches Training

5: fünf Portionen Obst oder Gemüse täglich 140: weniger als 140 mm Hg systolischer Blutdruck 5: Gesamtcholesterin niedriger als 5mmol pro Liter 3: LDL-Cholesterin niedriger als 3mmol pro Liter 0: Vermeiden von Übergewicht und Diabetes

Auch bezüglich der Behandlung des akuten Myokardinfarktes wies Kdolsky anlässlich des Weltherztages auf positive Nachrichten hin. "Durch die rasche Aufdehnung der verschlossenen Herzkranzgefäße mit Hilfe eines Ballon-Katheters gelingt es, die Sterblichkeit, aber auch die Folgeerkrankungen wie Herzschwäche, deutlich zu mindern. Dieser Umstand ist auf die Schaffung von Spezialzentren und die exakte Festlegung des Behandlungsablaufes, wie er in einer vom Gesundheitsministerium geleiteten Expertengruppe erarbeitet wurde zurückzuführen." So sanken beispielsweise die Sterblichkeitsraten von früher 14 bis 16 Prozent der Infarktpatienten auf acht Prozent in den entsprechend organisierten Wiener Katheterzentren. "Es gibt noch viel zu tun, aber diese wichtigen Fortschritte in der Therapie lassen mich optimistisch in die Zukunft blicken", so Kdolsky abschließend.

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