ARC-Science-News: Nano-"Januskopf" soll Oberflächen reinigen

Neues Forschungsprojekt über selbstreinigende Oberflächenbeschichtungen

Wien, Seibersdorf (OTS) - Janus, der römische Gott mit den zwei Gesichtern, ist Namenspatron für eine neue Generation an selbstreinigenden Nanobeschichtungen, die in den nächsten vier Jahren im Forschungsprojekt Phonas entwickelt werden. Unter der Leitung der Austrian Research Centers (ARC) sollen Nanopartikel designt werden, die zwei Reinigungsfunktionen in sich vereinen: das Anhaften von Schmutz an der Oberfläche verhindern und Schmutzpartikel aktiv auflösen. Wasser und Sonnenlicht werden dabei als Quellen genutzt, die diese Prozesse aktivieren. Damit soll es in Zukunft z.B. möglich sein, Aussenfassaden und Badinstallationen zu entwickeln die Schmutz und Fett abstoßen oder Möbel zu entwerfen, die immun gegen Rotweinflecken sind. Autos der Zukunft sollen durch Sonnenlicht und Regenwasser automatisch gereinigt werden.

Nano-Beschichtungen der Zukunft schützen nicht nur Glas

Nano-Beschichtungen finden heute bereits breite Anwendung, sind bis jetzt aber hauptsächlich auf Glasoberflächen beschränkt. Gebäude, die mit nanobeschichteten Scheiben verglast sind, müssen wesentlich seltener gereinigt werden als mit herkömmlichen Verglasungen. Die Nanobeschichtungen der Zukunft sollen nun verschiedene Funktionen in sich vereinen und für unterschiedlichste Oberflächen, wie Keramik, Lack oder Polymere, nutzbar sein. Und so werden das selbstreinigende Auto oder die selbstreinigende Duschkabine sehr bald in unser tägliches Leben Einzug halten. Besonders vielversprechend sind auch Pläne, sterilisierende Nanopartikel zu entwickeln, die z.B. in Spitälern breiten Einsatz finden können.

Die besten Köpfe forschen im Phonas-Projekt

Vier Projektpartner aus der Wissenschaft sind im Projekt Phonas vereint, acht Industriepartner sowie das BMVIT, die FFG, der FWF und die Österreichische Nanoinitiative unterstützen das Projekt. Die wissenschaftliche Leitung übernehmen die Austrian Research Centers, die beteiligten ExpertInnen stammen aus der Technischen Universität Wien, Institut für Materialchemie, der Fachhochschule Wr. Neustadt für Wirtschaft und Technik, dem ECHEM Center of Competence in Applied Electrochemistry und der Profactor Produktionsforschungs GmbH.

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