FFG: COMET am Ziel

Herausforderung K2: Harter Qualitätswettbewerb bis zum Gipfelsieg

Wien (OTS) - Drei Konsortien haben es geschafft: Sie bekamen am Freitag von einer hochrangigen Jury die Förderungsempfehlung im neuen Kompetenzzentrenprogramm COMET. Sie sind nun die ersten K2-Zentren mit dem Anspruch, österreichische Forschung in internationalem Spitzenfeld zu repräsentieren. Im vergangenen Dezember waren noch sieben K2-Bewerber an den Start gegangen. Dazwischen lagen zehn Monate eines intensiven Wettbewerbsverfahrens, in denen sich die Bewerber an höchsten Qualitätskriterien maßen.

1. Oktober 2006: Der Start

Es begann am 1.Oktober 2006: Mit der Veröffentlichung der Ausschreibung startete COMET - das gemeinsam von BMVIT und BMWA getragene neue Kompetenzzentrenprogramm Competence Centers for Excellent Technologies - in seine erste Runde. Und damit ging unter den potenziellen Bewerbern hektische Konzept- und Organisationsarbeit los: Bis zur Deadline am 1.Dezember 2006 hatten sieben Konsortien einen Kurzantrag für ein K2-Zentrum eingereicht. Für K1-Zentren, die in der Dimension den bisherigen Kompetenzzentren entsprechen, gingen 19 Anträge ein.

Der Wettbewerb um die ausgeschriebenen drei K2- und acht K1-Plätze war eröffnet. In dessen erster Phase wurden die Kurzanträge in einer internen und externen Begutachtung auf die Erfüllung der Bewertungs-und Entscheidungsgrundlagen geprüft. Die interne Begutachtung wurde von der FFG durchgeführt. Für die externe Begutachtung gingen die Anträge auf Weltreise: Sie erfolgte durch mehr als 100 internationale FachgutachterInnen, von ExpertInnen aus den USA bis zu jenen aus Singapur. Diese Peer-review-Begutachtung wurde gemeinsam vom Wissenschaftsfonds (FWF) und der Christian-Doppler-Gesellschaft (CDG) abgewickelt.

29.März 2007: Erste Auswahl

Die Ergebnisse dieser Begutachtung bildeten die Basis für die Entscheidungen des ersten, neunköpfigen Jury-Panels am 29.3.2007. Dieses traf die erste Auswahlentscheidung und lud sechs der ursprünglich sieben K2-Bewerberkonsortien und elf der 19 K1-Anwärter ein, einen Vollantrag zu stellen.
Alle eingeladenen Konsortien nahmen ihre Chance wahr und reichten bis zur Deadline am 28.Juni Vollanträge ein.

Damit ging die zweite Runde der Bewertung los. Die Vollanträge wurden erneut einer internen und externen Begutachtung unterworfen. Wieder gingen die Anträge um die Welt, wieder saßen internationale Fachgutachter über den Anträgen und gaben ihre Bewertungen ab. Jeder Antrag wurde von mindestens fünf Gutachtern bewertet. Die Ergebnisse wurden unter der Ägide von FWF und CDG zu schriftlichen Gutachten zusammengefasst. Die dabei aufgeworfenen Fragen wurden in ein Fragenprogramm kompiliert, das in die darauf folgenden Hearings einfloss.

6. bis 17.September: Hearings

Im September startete COMET in seine letzte Phase der Auswahl: In den Hearings vom 6. bis zum 17.9. in Wien im Haus der Forschung hatte jedes K2- und K1-Konsortium Gelegenheit, seinen Antrag zu präsentieren und auf Fragen dazu einzugehen. An den Hearings nahmen stets drei Mitglieder der Jury, die schließlich die Endauswahl zu treffen hatte, teil sowie je nach Antrag ein wechselndes Review-Team. Dieses bestand aus drei internationalen GutachterInnen, die dazu anreisten, aus dem Evaluierungsteam von FWF und CDG, der Vertretung des jeweiligen Bundeslandes und aus FFG-ExpertInnen. Dabei wurden offene Fragen aus der schriftlichen Begutachtung geklärt und zusätzliche Informationen eingeholt.

Die Spannung stieg, sollte sich doch aus den Hearings die Entscheidungsgrundlage für die Jury ergeben. Deshalb wurde von den ProgrammmanagerInnen der FFG auch ganz strikt besonders auf absolute Chancengleichheit geachtet. So wurden etwa die während der Hearings einsetzbaren Präsentationsunterlagen exakt definiert, weitere wurden nicht zugelassen. Und die Unterlagen mussten bis Mitternacht vor dem Auftakt der Hearing-Periode bei der FFG eingelangt sein, Nachreichungen wurden nicht akzeptiert.

27./28.September.: Entscheidendes Jury-Panel

Auf Basis der schriftlichen Gutachten und der Ergebnisprotokolle der Hearings entschied schließlich ein auf zwölf Personen erweitertes Jury-Panel Ende September 2007, welche drei K2- und fünf K1-Konsortien für die Etablierung eines Kompetenzzentrums im Rahmen des Programms COMET zugelassen und den Ministerien zur Finanzierung empfohlen werden.

Das Panel bestand aus drei internationalen ExpertInnen, sowie je drei von FFG, FWF und CDG nominierten Personen.

Am 28.September - zehn Monate nach Beginn der Ausschreibung - sind somit die ersten K2-Zentren definiert, die Österreich nun in die Champions League der großen Forschungsprogramme schicken will. Zudem wurden auch die K1-zentren der neuen Generation nominiert. COMET hat Inhalte, Namen und Gesichter bekommen und Österreich neue Markierungen auf der Technologielandkarte.

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Linde Tuscher
Österreichische
Forschungsförderungsgesellschaft mbH FFG
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