PRÖLL: Start in neue Bio-Ethanol-Ära - Klimafreundliche Antriebssysteme forcieren

Umweltminister übernimmt neuen Flexi-Fuel-Dienstwagen von Audi

Wien (OTS) - Umweltminister Josef Pröll hat heute, Freitag, im Rahmen der Siegerehrung des österreichischen Spritsparwettbewerbs 2007 von Heinz Slesak, dem Geschäftsführer von Porsche Austria GmbH & CO den weltweit ersten Audi A6 (2,4 l) mit Flexi-Fuel-Motortechnologie übernommen. Der Testwagen ersetzt das bisherige Dienstauto, einen Audi A8. "Ich glaube, dass wir auch bei der Mobilität auf Erneuerbare Energieträger setzen müssen, wie es auch die EU-Biokraftstoffrichtlinie vorsieht. Wenn es darum geht, neue Technologien für den Klimaschutz zu nutzen und den Kritikern von Biokraftstoffen entgegen zu treten, setze ich als Umweltminister gerne ein Zeichen. Wenn nur noch 15 Prozent fossiler Treibstoff im Tank ist, dann ist das ohne Zweifel ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz", erklärte Umweltminister Josef Pröll unter Hinweis auf die ab Montag in Österreich verpflichtende Substitutionsverpflichtung von 4,3 Prozent der fossilen durch Biokraftstoffe.

Bei der Bewältigung des Klimawandels und der Verbesserung der Luftqualität spielt der Verkehrssektor eine zentrale Rolle. Derzeit wird fast der gesamte Energiebedarf des motorisierten Verkehrs durch Erdöl abgedeckt. Der CO2-Ausstoß aus diesem Bereich ist zwischen 1990 und 2005 um 93 Prozent gestiegen. Der verstärkte Einsatz von Biokraftstoffen ist daher ein wesentlicher Beitrag, um die Treibhausgasemissionen sowie die Abhängigkeit vom Erdöl zu reduzieren. Schon seit 1. Oktober 2005 mussten 2,5 Prozent der in Verkehr gebrachten Otto- und Dieselkraftstoffe durch Biokraftstoffe energetisch substituiert werden.

Ab 1. Oktober 2007 beträgt die verpflichtende Substitution 4,3 Prozent. Mit 1. Oktober 2008 wird sich dieser Wert auf 5,75 Prozent erhöhen. Damit setzt Österreich die EU-Biokraftstoffrichtlinie bereits zwei Jahre früher als vorgegeben um. Im Regierungsprogramm wurde als ambitioniertes Ziel ein Anteil von Biokraftstoffen von 10 Prozent bis 2010 und von 20 Prozent bis 2020 festgelegt. "Die stärkere Nutzung von Biokraftstoffen ist neben Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Fahrzeugen derzeit einer der wenigen gangbaren Auswege aus der fast vollständigen Abhängigkeit des Verkehrssektors vom Erdöl sowie eines der wenigen Mittel zur signifikanten Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Verkehrsbereich. Das steht außer Streit", betonte Umweltminister Josef Pröll abschließend.

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