Internationale Jury empfiehlt CCPE als K1-Zentrum

Neues Forschungszentrum bringt Revolution in der Medikamenten-Produktion

Graz (OTS) - Mit dem Grazer "Competence Center for Pharmaceutical Engineering (CCPE)" konnte ein Antrag in einem völlig neuen Forschungsfeld die COMET-Jury überzeugen. "Pharmaceutical Engineering" zielt darauf ab, die Medikamenten-Entwicklung zu beschleunigen und eröffnet neue Möglichkeiten in der Personalisierung von Medikamenten. Der Antrag wurde von einem Konsortium bestehend aus der TU Graz, der Karl-Franzens-Universität, Joanneum Research und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie 15 Top-Unternehmen aus der Pharma- und Anlagenbau-Branche eingereicht.

Am 28. September 2007 entschied eine zwölfköpfige, international besetzte Jury nach einem zehnmonatigen, intensiven Wettbewerbsverfahren über die Vergabe von insgesamt acht K1-Zentren und drei K2-Zentren sowie über 16 Anträge für K-Projekte. Das vom BMVIT und BMWA gemeinsam getragenen Programm COMET - Competence Centers for Excellent Technologies folgt als ein Programm mit drei Programmlinien den beiden bisherigen Kompetenzzentrenprogrammen (Kind/Knet, Kplus) nach. In der ersten Ausschreibungsrunde stehen insgesamt 130 Mio. Euro an Bundesmitteln zur Verfügung.

Univ.-Prof. Dr. Johannes Khinast kann mit dem CCPE nun in Graz das fortsetzen, was er als Forscher in den USA begonnen hat. "Was wir machen, ist einfach erklärt", so Prof. Khinast, Leiter des Instituts für Ressourcenschonende und Nachhaltige Systeme der TU Graz: "In der Pharmaindustrie läuft die Produkt- und Prozessentwicklung oft nach dem Prinzip 'trial and error'. Beim 'Pharmaceutical Engineering' werden nun die wissenschaftlichen Grundlagen gelegt, wie man Herstellungsprozesse und Produktentwicklung moderner Arzneimittel beschleunigen kann, um die langen Entwicklungszeiten von etwa 12 Jahren zu verkürzen und die enormen Entwicklungskosten von etwa 1,5 Milliarden Euro pro Medikament deutlich zu reduzieren. Auch die Produktion eines Medikamentes lässt sich mit Pharmaceutical Engineering entscheidend verbessern." Die kostengünstigere Produktion wiederum unterstreicht die betriebswirtschaftliche wie auch volkswirtschaftliche Bedeutung von Pharmaceutical Engineering.

Die TU Graz stärkt diesen zukunftsweisenden Bereich in Forschung und Lehre. "Die heutige Entscheidung der Jury bedeutet einen enormen Aufschwung für die steirische Forschung, die damit in bestehenden Stärkefeldern weiter an die Spitze aufrückt und gleichzeitig zukunftsweisende Kompetenzfelder neu erschließen kann. Pharamaceutical Engineering ist ein Forschungsbereich mit großem Potenzial. Wir sind stolz darauf, dass unsere Forscher die Medikamente der Zukunft schon heute mitentwickeln und möchten der Nachfrage nach qualifiziertem Nachwuchs für dieses wichtige Wachstumsfeld künftig auch in unserem geplanten Studienangebot Rechnung tragen", sagt der Rektor der TU Graz, Hans Sünkel.
"Wir freuen uns natürlich, dass das CCPE von einer internationalen Jury empfohlen wurde und werden das neue Zentrum als Leuchtturm des Stärkefeldes Humantechnologie voll unterstützen", erklärt der steirische Landesrat für Wirtschaft, Innovation und Finanzen, Dr. Christian Buchmann.

Der Humantechnologie-Cluster konnte seine Funktion als Projektentwickler einmal mehr unter Beweis stellen. Der Geschäftsführer des Humantechnologie-Clusters, Dr. Robert Gfrerer, Unterstützer und Partner des CCPE der ersten Stunde: "Diese Entscheidung unterstreicht das Know-how und die internationale Bedeutung des Humantechnologie-Standortes Steiermark. Das Forschungsthema Pharmaceutical Engineering ist dabei ein wichtiger Schwerpunkt für unseren zentralen Standort im Südosten Europas mit seiner sehr starken Medizintechnik-, Pharma- und Zulieferbranche. Unsere Unternehmenspartner können den Startschuss zum neuen K1-Zentrum kaum erwarten."

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