Lohfeyer zu Schülertransfer: Kinder haben Recht auf "Wege zur Bildung"

Wien (SK) - "Wer zahlt den Transfer zwischen Schule und zwischen Bildungs- und Betreuungseinrichtung?", lautet der Inhalt der schriftlichen Anfrage, die die Pongauer Nationalratsabgeordnete Rosa Lohfeyer an das Bundesministerium für Familie, Gesundheit und Jugend in der ersten Parlamentssitzung nach der Sommerpause stellte. "Gleiche Bildungschancen als Grundsatz anzusehen und dementsprechend flächendeckend anzubieten - mitsamt der Transfersicherung - muss undiskutiert oberste Priorität haben", ist die Bildungsexpertin überzeugt. Nicht einverstanden zeigte sich die Sozialdemokratin mit dem Ansatz von Bundesministerin Kdolsky, dass der Bund nur für die Abgeltung des Schulwegs zwischen Vormittagsunterricht und Wohnadresse verantwortlich ist. Eine Schülerfreifahrt zwischen der Stammschule und der nachmittäglichen Bildungs- und Betreuungseinrichtung als individueller Weg müsse laut Kdolsky von anderen beglichen werden. ****

Im FLAF (Familienlastenausgleichsfonds) ist eine Definition aus dem Jahr 1967, wo nur ein Weg von zu Hause zur Schule und retour vom Bund in der Freifahrt inkludiert ist. Schwierig ist die Situation vor allem in den ländlichen Regionen, wo aufgrund der Auslastung oft nur in einer Volksschule die Kinder aus der Umgebung nachmittags betreut werden können. Es sei ein großer Fortschritt, dass die Möglichkeit der betreuten Bildung außerhalb der fixen Unterrichtszeiten geboten wird. "Nichtsdestotrotz ist zu klären, wie in Zukunft der Transfer zur zweiten Bildungsstätte und dann nach Hause flächendeckend für ganz Österreich geregelt werden kann", sagte Lohfeyer am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

"Schlussendlich ist es ein bundesweites Thema und dementsprechend werde ich mich dafür einsetzen, dass den Kindern und Eltern flächendeckend geholfen werden kann", ist die Sozialdemokratin überzeugt und erwartet Ende November eine entsprechende Antwort aus dem Familienministerium. (Schluss) wf/mp

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