Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka: EURO 2008 - ein Fest für Sport und Wirtschaft

Hochkarätige Diskutantenrunde im Rahmen der Österreichischen Medientage

Wien, 28. September 2007 (OTS) - "Die EURO 2008 wird nicht nur ein riesiges Fest des Sports, sondern auch ein wirtschaftliches für Wirtschafts- und Tourismusbetriebe und den Finanzminister", so Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka im Rahmen einer hochkarätigen Gesprächsrunde bei den Österreichischen Medientagen 2007 zum Thema "Wirtschaft am Ball - Wie profitieren Staat und Werbewirtschaft von der EURO 2008". Moderiert von ORF-Sportchef Hans Huber diskutierten Österreich am Ball-Präsidentin Susanne Riess-Passer (Österreich am Ball), Petra Stolba (Österreich Werbung), Friedrich Stickler (ÖFB), Martin Kallen (UEFA EURO 2008 SA), Reinhold Mitterlehner (WKO), Peter Pelinka (Format), Philipp Bodzenta (Coca Cola) und Dietmar Hoscher (Tipp 3). Die drittgrößte Sport-Veranstaltung der Welt rücke neben dem Gesundheits- und Leistungsaspekt des Sports vor allem die wirtschaftliche Bedeutung in den Vordergrund. Laut IHS-Studie sichere der Sport im weiteren Sinne jeden zehnten Arbeitsplatz in Österreich und sorge damit für 355.000 Arbeitsplätze, so Lopatka. "Die Bruttowertschöpfung durch Sport in Österreich beträgt auch ohne Fußball-Heimeuropameisterschaft 15,4 Milliarden Euro, das sind mehr als sieben Prozent des Bruttoinlandsproduktes." ****

"Österreichs Fußball misst sich im kommenden Jahr also nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich mit den ganz Großen im europäischen Fußball", sagte Lopatka. Der europäische Fußballmarkt sei im letzten Jahr auf 12,6 Milliarden Euro angewachsen, wobei mehr als die Hälfte der Umsätze in den 5 Top-Ligen in England, Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich erzielt werden. Allein die UEFA Champions League habe in der Saison 2006/2007 knapp 780 Millionen umgesetzt. "Während also die englische Premier-League mehr als eine Milliarde Euro an TV-Rechten lukriert, bekommt die österreichische Bundesliga für die nächsten drei Jahre gerade einmal 14,4 Millionen Euro pro Saison. Diesen Vergleich muss man ziehen, wenn bei einer EURO 2008 die besten Klubspieler in ihren jeweiligen Nationalmannschaften gegeneinander spielen."

Aus wirtschaftlicher Sicht stimme die EURO 2008 jedenfalls positiv, betonte der Sportstaatssekretär. So haben die Besucher der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 dem deutschen Finanzminister laut einer Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz allein durch ihren Konsum Steuermehreinnahmen von 1,2 Milliarden Euro beschert. "In Österreich stehen den Investitionen des Bundes von rund 130 Millionen Euro zu erwartende Steuereinnahmen von mehr als 140 Millionen Euro gegenüber, so Lopatka. "Natürlich wird eine Fußball-Europameisterschaft nicht wegen des erwarteten volkswirtschaftlichen Gewinns ausgerichtet. Wir sehen aber an Hand des Beispieles Deutschland, dass die WM den Steuerzahler nichts gekostet hat. Der Imagewert geht weit über die volkswirtschaftlich errechenbaren Kennzahlen hinaus." Auch sportlich betrachtet sehe er der EURO 2008 positiv entgegen: "Mit drei Heimspielen zu Beginn und 50.000 Fans im Rücken ist alles möglich."

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