Grünewald: Hahn steht mit leeren Händen dar

Studienplatzbewirtschaftung für Ausbau der Studienplätze

Wien (OTS) - "Es macht keinen Sinn, die Zugangsbeschränkungen für acht Studienrichtungen alle zwei Jahre zu verlängern. Wir brauchen eine grundsätzliche und dauerhafte Lösung des Universitätszugangs", erklärt Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen. Hahn stehe mit leeren Händen da. Der Minister habe keine Alternativen anzubieten, sollte die Quotenregelung in Brüssel nicht halten. Zugangsbeschränkungen seien bestenfalls eine Notlösung, so Grünewald weiter. Die Probleme an den Universitäten würden dadurch nicht einmal ansatzweise gelöst.

"Wenn die Universitäten Berechnungen vorlegen, wie viel zusätzliches Budget notwendig ist, um den universitären Betrieb aufrecht erhalten zu können, wird klar, dass die Universitäten vollkommen unterfinanziert sind", plädiert Grünewald für eine vernünftige Bewirtschaftung der Studienplätze. Für Grünewald sei das klare Ziel einer Studienplatzbewirtschaftung, die Zahl der Studienplätze zu erhöhen, wofür auch Rektorenchef Badelt plädiere. "Die Regierung kann dann in die Pflicht genommen werden, das dafür notwendige Geld zur Verfügung zu stellen", so Grünewald.

Für die Bekämpfung der hohen Drop-Out-Raten müsse einerseits die Bildungsberatung an den Schulen massiv ausgebaut werden. Bereits im Vorfeld müsse darüber informiert werden, was SchülerInnen an den Universitäten erwartet. Andererseits müsse ein Schwerpunkt auf die Studieneingangsphase gelegt werden, denn gerade am Anfang des Studiums herrsche ziemliche Orientierungslosigkeit. "Hahns Vorschlag, so genannte Studienchecker an die Schulen zu schicken und Tests durchzuführen sind hier sicher nicht die Lösung", ärgert sich Grünewald.

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