Multiple Sklerose: Eine Krankheit, die nicht schläft

Innovationen geben Hoffnung

Wien (OTS) - Weltweit leiden geschätzte 2,5 Millionen Menschen an Multipler Sklerose (MS), auch Encephalomyelitis disseminata genannt, einer entzündlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems, d.h. des Gehirns und des Rückenmarks. Die Krankheit verläuft chronisch, meist in Schüben und zeigt bei jedem Erkrankten äußerst unterschiedliche Symptome. Obwohl die Forschung heute schon sehr weit fortgeschritten ist, ist die Ursache für die Entstehung dieser Krankheit noch nicht bekannt.

Bei einer hochkarätigen Diskussionsrunde im Wiener Museumsquartier wurden am Mittwoch, den 26. September 2007, aus Anlass des 10jährigen Jubiläums von Biogen Idec Österreich die Aspekte der Forschung und Entwicklung um das Thema Multiple Sklerose in einem innovativen Rahmen diskutiert. Dabei betonte der international anerkannte Univ. Prof. Dr. Hans Lassmann vom Zentrum für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien, dass Patienten mit MS neben der entzündungshemmenden Basistherapie zusätzliche therapeutische Maßnahmen bräuchten, die individuell auf ihn abgestimmt seien. Diese Therapieformen müssten sich aus den verschiedenen Mechanismen der Schädigung durch Entzündungszellen ableiten, ergänzte der renommierte Forscher.

MS wurde als Krankheit sehr spät entdeckt, wesentliche Fortschritte wurden erst in den 80er Jahren gemacht. Früher bekam ein Patient eine Diagnose und die Information, dass es kaum nachhaltige Therapien gäbe. Über den Umstand, dass heute Neurologen den Patienten verschiedene Therapieoptionen anbieten und dadurch die Krankheit besser und effizienter behandeln können, zeigte sich vor allem der Präsident der österreichischen Gesellschaft für Neurologie Univ. Prof. Dr. Franz Fazekas erfreut. Allgemeine Annerkennung zollte er auch der Einrichtung der österreichischen MS-Zentren, die in der Behandlung der MS Patienten eine einzigartige hochqualitative Institution darstellen. In seinen Ausführungen betonte er die Individualität der Erkrankung, weswegen ein Abstimmen der speziellen Therapieform mit den Patienten nötig sei.

Den wohl belastendsten Aspekt der MS, sowohl für Ärzte wie naturgemäß für die Patienten selbst, stellt jedoch die Ungewissheit des weiteren Krankheitsverlaufes dar. Dank der jetzigen Therapien mit immunmodulierenden Präparaten sowie einem neuen monoklonalen Antikörper schreitet die Erkrankung nicht mehr so rasch fort, bestätigte der Innsbrucker Univ. Prof. Dr. Thomas Berger. Er wies auch darauf hin, dass die Diagnostik große Fortschritte gemacht habe und man durch Methoden, wie der Kernspintomografie, MS schon früher erkennen könne.

Einig waren sich die Experten darin, dass MS nach wie vor eine schwere chronische Krankheit darstellt. Es sei auch schwierig, den Patienten klar zu machen, was die Diagnose "MS" für sie konkret bedeute, ergänzte der Univ. Prof. Dr. Siegfried Meryn von der Medizinischen Universität Wien. Das sei auch kein Wunder, da sich die Patienten in diesem Moment in einer Art Schockzustand befänden. Als Arzt müsse man sich sehr mit dem Patienten und seiner Situation auseinandersetzen, so Meryn. Die österreichische Gesundheitspolitik will dazu auch das Ihrige beitragen.

Sektionschef des BM für Gesundheit, Prof. Robert Schlögel bestätigte, dass das Ressort stets bemüht sei, über den neuesten Stand der Forschung auf dem Laufenden zu sein. Er verwies darauf, dass die besondere Aufgabe des BM für Gesundheit jedoch die Prävention und Qualitätssicherung sei. Auch über die wesentliche Rolle in der Therapie von MS Patientinnen, die die Biotechnologie jetzt wie in Zukunft spielen wird, war man sich am Podium einig.

Als das drittgrößte Biotechnologie-Unternehmen der Welt hat sich Biogen Idec auf die Entwicklung von Medikamenten auf Basis von Forschungsergebnissen der Molekularbiologie spezialisiert. Weltweit erforscht und entwickelt Biogen Idec Therapien für die Bereiche Onkologie, Rheumatologie und Neurologie. Die österreichische Tochter, die Biogen Idec Austria GmbH, wurde 1997 gegründet und ist auf die Neurologie spezialisiert - vor allem die Forschung und Entwicklung von Produkten im Zusammenhang mit Multipler Sklerose stehen im Vordergrund.
Die umfangreichen Forschungsaktivitäten basieren auf regem Austausch mit allen drei österreichischen Universitätskliniken. Darüber hinaus ist Biogen Idec förderndes Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie (ÖGN).
Als Marktführer mit einem Interferon beta Produkt und dem einzigen in der MS zugelassenen monoklonalen Antikörper, Natalizumab, bestätigte der Geschäftsführer von Biogen Idec Österreich und den angrenzenden osteuropäischen Ländern, Magister Thomas Lackner, dass es das oberste Ziel sei, den MS Patienten die beste Therapie und die besten Entwicklungen auch in Zukunft zukommen zu lassen.

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