Grüne Wieden: Heumühle muss als einmaliges Kulturgut erhalten bleiben

Neuroth: Zugänglichmachung ist im öffentlichen Interesse

Wien (OTS) - Die Grünen Wieden unterstützen Bezirksvorsteherin Reichard in ihren Bemühungen den öffentlichen Durchgang durch das Areal der Heumühle durchzusetzen. "Leider liegen Versäumnisse aus der Vergangenheit vor, die sich nun rächen: Die Heumühle, die von einem vormals desolaten, jetzt renovierten und mit viel Widmungsgewinn erweiterten Wohnbau umgeben ist, hätte von der Stadt Wien angekauft werden müssen", kritisiert die Sprecherin der Grünen Wieden, Barbara Neuroth. Der öffentliche Durchgang sei im Flächenwidmungsplan verankert, könne aber von den Behörden offensichtlich nicht durchgesetzt werden.

"Angeblich wurden ja Verhandlungen zwischen Eigentümer und Baubehörde geführt, über das Ergebnis erfährt man aber nichts. Der öffentliche Durchgang ist aber nicht verhandelbar, sondern Teil des Bauvertrags", stellt Neuroth klar.

Der Eigentümer scheine für das Renovierungsvorhaben verschiedene öffentliche Geldquellen anzuzapfen. Die Grünen Wieden haben bei der Baugenehmigung schon darauf hingewiesen, dass eine Renovierungsverpflichtung in das Bauverfahren aufgenommen werden sollte. Das war angeblich nicht möglich, lediglich der öffentliche Durchgang ließe sich festschreiben. "Wenn nun nicht mal der durchgesetzt werden kann, hat die Stadt Wien die einmalige Chance verschleudert ein einmaliges Kulturgut, nämlich die Reste einen ursprünglich aus dem 11 Jahrhundert stammenden Mühle, die im 17 Jahrhundert in der heutigen, gotisierten Form renoviert und wieder aufgebaut worden ist, im öffentlichen Interesse zu erhalten und wieder zugänglich zu machen", betont die Sprecherin der Grünen Wieden.

Die Baubehörde und die Bezirksvorsteherin sind aufgerufen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln die den öffentlichen Durchgang und die Renovierung voranzutreiben. "Beide können sich der Unterstützung der Grünen Wieden, die dieses Projekt im Sinne der AnrainerInnen und der Wieden seit vielen Jahren verfolgen, sicher sein", betont Neuroth abschließend.

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