Klement: Landwirtschaftsminister und Handel hungern Bauern weiter aus

FPÖ verlangt seriöse Kennzeichnung österreichischer Agrarprodukte

Wien (OTS) - "Österreichs Landwirtschaft wird systematisch ruiniert", kritisiert FPÖ-Agrarsprecher Karlheinz Klement. "Uns allen sind die Berichte über den gigantischen Fleischbetrug in bester Erinnerung, in denen offengelegt wurde, dass in fernen Ländern geborene, gemästete, unter katastrophalen Bedingungen über Tausende Kilometer transportierte Nutztiere mit der Schlachtung in Österreich zu >österreichischer Qualitätsware< werden. Im Handel mit Milchprodukten sind ähnlich unlautere Praktiken festzustellen."

Klement verweist in diesem Zusammenhang auf eine Aktion der IG Milch. Die Interessensgemeinschaft hat österreichweit 2.500 Tafeln mit der Forderung nach einer fairen Preispolitik aufgestellt. Hintergrund der Aktion sind wettbewerbsverzerrende Werbeaktivitäten einiger Handelsketten, die sich auf das gute Image der heimischen Landwirtschaft berufen, unter diesem Deckmantel aber ausländische Billigprodukte verkaufen.

"Das ist Betrug am Konsumenten und ein weiterer Anschlag auf den österreichischen Bauernstand", zeigt sich der FPÖ-Agrarsprecher empört. "Auf Verpackungen wird die heile, alpine Bergwelt vorgegaukelt, in der Packung befinden sich aber Rohstoffe, die keineswegs den illustrierten, naturnahen Produktionsbedingungen entsprechen. Die FPÖ unterstützt deshalb die Forderungen der IG Milch und ruft Landwirtschaftsminister Pröll auf, endlich im Sinne der österreichischen Bauern zu handeln und Globalisierungsirrläufe und Weltmarktdumping durch die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen abzufedern. Ein erster Schritt muss die klare Kennzeichnung unserer Lebensmittel sein", fordert Klement und schließt: "Wo Österreich draufsteht, muss auch Österreich drinnen sein."

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