Klarstellung des Unterrichtsministeriums zu Elternbrief der AHS-Lehrergewerkschaft

Wien (OTS) - Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) AHS-Gewerkschaft empfiehlt, den Unesco-Weltlehrertag am 5. Oktober für bundesweite Gewerkschaftliche Betriebsversammlungen und Dienststellenversammlungen zu nützen und über die in Begutachtung befindliche Gesetzesnovelle zur "Neuen Mittelschule" zu informieren. Grundsätzlich ist es zu begrüßen, wenn Lehrerinnen und Lehrer in Gewerkschaftlichen Versammlungen über die Pläne der Regierung informiert werden und einen Beitrag zu einer optimalen Gestaltung der Bildungspolitik leisten. Das im Vorfeld an die Eltern gerichtete Schreiben der AHS-Gewerkschaft beinhaltet allerdings bewusste Falsch-und Halbinformationen und kommt einem politischen Missbrauch gewerkschaftlicher Partikularinteressen während einer in Begutachtung befindlichen Gesetzesnovelle gleich.

• Die Neue Mittelschule soll in geographisch klar definierten Modellregionen und nicht in beliebiger Größe bzw. flächendeckend eingeführt werden.

• Volle Wahlfreiheit für Eltern und Schülerinnen, Schüler, indem es neben den Modellregionen weiterhin die traditionellen Schulformen der Hauptschule und AHS gibt.

• Enge Einbindung der Schulpartner bei Einrichtung der Modellregionen und Erarbeitung des konkreten Modellplans für die jeweilige Modellregion.

• Keine Abschaffung der AHS sondern Sicherung der Schulstandorte unter bester Nutzung der bestehenden Ressourcen.

• Sicherung und Ausbau der LehrerInnenbeschäftigung. Durch Maßnahmen wie Senkung der KlassenschülerInnenhöchstzahl auf den Richtwert 25 sind allein im Schuljahr 2007/08 um 1.500 mehr LehrerInnen beschäftigt.

• Durch die Neue Mittelschule werden die Lehrerinnen und Lehrer selbstverständlich keine besoldungsrechtlichen Verschlechterungen erfahren.

• VolksschullehrerInnen können sich durch Wegnahme des derzeit vorhandenen Drucks im Hinblick auf die AHS-Reife der SchülerInnen auf ihre pädagogisch wertvolle Arbeit konzentrieren.

• Bei der Neuen Mittelschule handelt es sich um keine Versuche sondern um professionell konzipierte und wissenschaftlich begleitete Modelle.

Erklärtes Ziel des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur ist, mit der Neuen Mittelschule eine Schule zu schaffen, die nicht stigmatisiert und ausgrenzt sondern das Kind in den Mittelpunkt stellt, um auf die individuellen Stärken, Schwächen und Neigungen optimal einzugehen. Die AHS-Gewerkschaft versucht während der Begutachtungsphase der Gesetzesnovelle zur "Neuen Mittelschule" auf unseriöse Weise die Eltern für ihre eigenen Interessen zu instrumentalisieren und stellt Standespolitik anstatt die Kinder in den Mittelpunkt.

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