Bildungsforschung gewinnt Einfluss auf die Bildungspolitik

SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser betont bei OECD-Tagung in Potsdam die Unabhängigkeit der Forschung

Wien (SK) - Die Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Politik waren Gegenstand einer hochkarätigen Podiumsdiskussion im Rahmen einer Tagung der OECD/CERI (Centre for Educational Research and Innovation) in Potsdam zu Innovationen im Bildungssystem. Der stv. Obmann des parlamentarischen Unterrichtsausschusses, SPÖ-Abgeordneter Erwin Niederwieser verwies dabei auf die mit der Zukunftskommission wieder verstärkt gepflogene Zusammenarbeit zwischen Parlament und Wissenschaft und die bevorstehende Aufwertung des Bundesinstituts für Bildungsforschung. ****

Von der deutlichen Anhebung der Forschungsmittel hat auch die Bildungsforschung profitiert und sollte es künftig ebenso verstärkt tun wie die neuen Pädagogischen Hochschulen, bei denen Forschung und Weiterbildung von Beginn an auf hohem Niveau erfolgen muss, wenn sie als Partner der Universitäten akzeptiert werden wollen.

Die im Koalitionspapier vereinbarten Expertengruppen zur Vorschule und zur Mittelschule sind ebenso Beleg für eine forschungsbasierte Politik wie der nationale Bildungsbericht, der 2008 erstmals vorliegen wird. Wie in der Diskussion hingewiesen wurde, sind zwar viele, aber noch nicht alle Politiker in einer "Evidence-based Policy" angekommen. Niederwieser: "Das bringt unseren Schulen und den Kindern nur Nachteile, weil wir uns von der internationalen Entwicklung abkoppeln. In wenigen Tagen werden wir ja sehen, ob das VP-Papier wissenschaftlich längst nicht mehr haltbare Standespositionen mit neuen Begriffen konserviert", so Niederwieser abschließend. (Schluss) ah/mp

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