Heumühle - SP-Vitouch: "ÖVP fordert offenbar Zwangsenteignung, um Sanierung der Heumühle voranzutreiben"

Stadt nimmt Verantwortung wahr und hat Mittel für die Sanierung schon lange bewilligt

Wien (SPW-K) - "Für die Sanierung der Heumühle auf der Wieden hat der Altstadterhaltungsfonds der Stadt Wien bereits vor gut eineinhalb Jahren 161.000 Euro bewilligt. Das Geld wurde aber noch nicht von den Eigentümern abgeholt!", erklärt das Beirats-Mitglied des Altstadterhaltungsfonds, SP-Landtagsabgeordnete Elisabeth Vitouch. "Wenn die ÖVP nun die Stadt auffordert, etwas zu tun, kommt das der Aufforderung nach Zwangsenteignung gleich. Und dafür sind wir nicht zu haben. Ich sehe derzeit leider keine rechtliche Handhabe, die Besitzer dazu zu überreden, ihr Eigentum zu renovieren", stellt Vitouch klar. Die Heumühle ist im Besitz mehrerer Eigentümer, die von einer Immobilienfirma vertreten werden.

Der Beirat des Altstadterhaltungsfonds hat im März 2006 für die denkmalpflegerischen Mehrkosten der Sanierung der Heumühle 161.000 Euro bewilligt. Diese Mittel können aber erst ausgezahlt werden, wenn die Sanierung fachgerecht abgeschlossen ist und Rechnungen vorgelegt sind. "Bis jetzt haben die Eigentümer aber leider nicht mit der Renovierung begonnen, was mich persönlich natürlich schmerzt. Die Heumühle ist ein wichtiges kulturhistorisches Objekt in der Stadt. Aber zwingen kann man keinen Privaten, sein Eigentum zu renovieren. Die ÖVP ist da aber offenbar anderer Meinung", sagt Vitouch.

Zur Paulinenwarte im Türkenschanzpark merkt die SP-Landtagsabgeordnete an, die Verantwortung für die Sanierung dieses Objekts liege ausschließlich beim Bezirk. "Währing hat aber offenbar so viel Geld, dass bis heute kein Förderansuchen beim Altstadterhaltungsfonds eingelangt ist." (Schluss)

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