Österreichische Sozialversicherung nahm mit ihren Projekten an der internationalen Konferenz für e-Government in Kanada teil.

Wien (OTS) - An der University of Quebec in Montreal (Kanada) fand vom 27. bis 28. September die International Conference on e-Government (ICEG 2007) statt. Die Konferenz ist ein Nachfolger der bereits etablierten ECEG (European Conference on e-Government) und fand heuer zum dritten Mal statt.

Es waren Experten aus den verschiedensten Ländern und unterschiedlichsten Branchen eingeladen, um ihre Technologien, aber auch wissenschaftliche Forschungsprojekte und ihre Ergebnisse zu präsentieren.

Das Ziel dieser Konferenz ist es, neue Entwicklungen und Ideen aus dem Bereich des e-Governments zu sammeln und somit einen Erfahrungsaustausch zu erwirken. Unter dem Vorsitz von Christian Boudreau (Public Administration National School - ENAP, Quebec) bewertete ein 12-köpfiges Exekutivkomitee 40 Projekte. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger war als Vertreter Österreichs mit einem Vortrag zur Bürgerkarte, die in dieser Form weltweit einzigartig ist, dabei und stellte das Sozialversicherungsportal als Gesamtprojekt sowie den elektronischen Workflow des Erstattungskodex vor. Die Projekte:

  • eSV - Portal der österreichischen Sozialversicherungsträger als eine zukunftsorientierte Initiative für ein kundenorientiertes Angebot im Internet
  • Die e-card als Bürgerkarte
  • Modell Projekt - Elektronischer Workflow zum Erstattungskodex der österreichischen Sozialversicherung

Die e-card als Bürgerkarte

Die e-card gestattet dem Nutzer die elektronische Authentifizierung nach dem österr. Signaturgesetz und der Verwaltungssignaturverordnung. Für den Karteninhaber selbst ist die e-card nicht nur eine Gesundheitskarte: mit der Bürgerkartenfunktion wird sie auch der Schlüssel zu e-Government. Österreich ist damit weltweit das erste Land, das flächendeckend Bürgerkarten ausgibt. Jeder Bürger kann die e-card zum persönlichen Ausweis machen und Amtswege rund um die Uhr und bequem von zu Hause aus elektronisch erledigen.

Im Jahr 2005 wurde die e-card in Österreich eingeführt und sie ist mittlerweile für kaum jemanden mehr wegzudenken: 8,2 Millionen Karten sind im e-card System aktiv, rund 11.000 Vertragsärzte der Sozialversicherung sind an das e-card System angeschlossen. Im Jahr 2007 wurden in Pilotbetrieben auch Apotheken und Krankenanstalten an das e-card System angebunden. Seit Einführung der e-card wurden rund 200 Millionen Patientenkontakte rasch und sicher über das e-card System abgewickelt, bereits 16.500 Personen haben die Bürgerkartenfunktion auf ihren e-cards aktiviert.

Die e-card ist eine Schlüsselkarte, d.h. auf ihr werden ausschließlich die Personendaten des Karteninhabers wie der Name, die Versicherungsnummer, jedoch keine Gesundheitsdaten gespeichert. Mit dem e-card System existiert nun eine österreichweite Breitbandvernetzung im Gesundheitswesen, die gleichzeitig die Infrastruktur für eine Reihe zukunftsweisender Folgeprojekte darstellt. Zusätzlich zur Anspruchsprüfung beim Arztbesuch stehen bereits weitere Anwendungen wie z.B. das Arzneimittel-Bewilligungs-Service, in den Apotheken der Arzneimittel-Sicherheitsgurt mit e-card und in den Krankenanstalten das Versicherten-Daten-Abfrage-Service zur Verfügung. Derzeit wird an weiteren Anwendungen wie der elektronischen Überweisung, dem elektronischen Impfpass und Disease Management Programmen gearbeitet. Ziel all dieser Aktivitäten ist schließlich die Einbindung dieser Services in die elektronische Gesundheitsakte (ELGA).

Weitere Informationen zur e-card: www.chipkarte.at oder www.sozialversicherung.at

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Wilhelm Donner
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
1031 Wien, Kundmanngasse 21
Tel.: 01/71132-1124

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