"Best of Bio" in den Häusern zum Leben

Küchenteams mit höchster Bioquote geehrt

Wien (OTS) - Am 27. September 2007 wurden die "Bio-Champions" der Häuser zum Leben des gemeinnützigen Fonds Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Haus Laaerberg mit Pokalen und Urkunden der Bio-Austria geehrt. Gemeinderätin Sonja Kato in Vertretung von Umweltstadträtin Mag.a Ulli Sima, wie auch die ReferentInnen betonten die gesundheitliche, ökologische und gesellschaftspolitische Bedeutung von nachhaltig produzierten Nahrungsmitteln.

Für die rund 9.500 BewohnerInnen und Hunderte "externe" KundInnen wird im Rahmen des (Gäste-)Mittagsbuffets in den Küchen der 31 Häuser zum Leben täglich frisch gekocht. Naturbelassene (Bio-)Lebensmittel kommen ausgesprochen gut an, sind sie doch besonders g'schmackig und absolut frisch. Deshalb legt das KWP großen Wert auf die besondere Qualität von Bioprodukten. Im Haus Prater z. B. sind BewohnerInnen wie Gäste von den knusprigen Biostelzen begeistert: "Da braucht man gar nicht mehr ins Schweizerhaus gehen!" so der O-Ton der Biofans.

Alle 31 Häuser des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) nahmen kürzlich an der ersten internen "Bio-Champions League" teil. Die Kriterien: Es galt die BewohnerInnen, MitarbeiterInnen und Gäste der Häuser zum Leben mit einem möglichst hohen Bio-Anteil am täglichen Menüplan zu verwöhnen und gleichzeitig die wirtschaftlichen Vorgaben einzuhalten. Zusätzlich musste der Bio-Anteil des vorangegangenen Jahres gesteigert werden.

Mit diesem internen Wettbewerb setzte das KWP in Zusammenarbeit mit BIO AUSTRIA - den Biobauern Österreichs - ein deutliches Signal in Richtung noch mehr Lebensmittelqualität und Ernährungsbewusstsein für BewohnerInnen, MitarbeiterInnen und Gäste. Denn gesundes und g'schmackiges Essen ist ein wichtiger Wohlfühlfaktor, der neben der gewohnt hohen Wohnqualität und der professionellen Betreuung für noch mehr Lebensfreude bei den BewohnerInnen sorgt.

Spannend wie die Fußball Champions League verlief auch der Wettbewerb der "Bio-Champions": Mit einem Bio-Anteil von rd. 38 % und einer Steigerung zum Vorjahr um knapp 12 % konnte das Haus Laaerberg einen Pokal in Empfang nehmen. Knapp dahinter, mit einem Bio-Anteil von rd. 37 % und einer Vorjahressteigerung von ca. 7 % freute sich das Haus Prater über seinen Pokal. Mit einem Bio-Anteil von rund 32 % bei einer Steigerung von rund 7 % erreichte das Haus Tamariske-Sonnenhof ebenfalls einen der begehrten Pokalränge.

Ebenso wurden die "Bioniere" - Haus Prater und Haus Neubau - für ihr langjähriges Engagement in Sachen Bio geehrt. Außerdem konnten sich die Häuser Neubau, Trazerberg und Tamariske-Sonnenhof über eine zusätzliche Auszeichnung freuen - ihr Einsatz im Projekt "Biofair" (initiiert und unterstützt von Wiens Umweltstadträtin Mag.a Ulli Sima) wurde mit einer Urkunde gewürdigt.

Eine tolle Bilanz von 12 Jahren - oder ein Wellenbad voll mit Milch

1995 wurden in den Küchen der Häuser Prater und Neubau erstmals Bio-Lebensmittel verarbeitet. 1996 wurden Bio-Produkte im Wert von rd. 36.000 Euro eingekauft - 2006, zehn Jahre danach, wurden dafür bereits rd. 2,38 Mio. Euroausgegeben, das entspricht mehr als 17 % des Gesamtlebensmittelaufwandes! Da Bio-Lebensmittel meist teurer sind, ist eine geschickte Einkaufspolitik notwendig - dabei ist auch auf die Regionalität, Saisonalität und Eigenfertigung zu achten.

Hier einige der beachtlichen jährlichen Bio-Verbrauchsdaten:
53 Tonnen Fleisch, 180 Tonnen Erdäpfel, 18.000 Stück Blattsalate, 36.000 Liter Obst- und Gemüsesäfte, 5,4 Tonnen Käse, 30 Tonnen Frischobst. (Basis: Bio-Einkauf 2006).

Weiters einige Zahlen, bildhaft dargestellt:

o Aus 1,2 Mio. Bio-Eiern können 300.000 Gugelhupf gebacken werden o 45 Tonnen Bio-Butter füllen rund 100 Kofferräume des VW Golf (450 kg Volumen) o Mit einer Mio. Liter Bio-Milch könnte das Wellenbad im Gänsehäufel aufgefüllt werden

Das KWP hat sich zum Ziel gesetzt noch mehr Bio-Lebensmittel zu verarbeiten. So soll es ab 2008 gelingen, einen durchschnittlichen Bioanteil von mindestens 20 % zu erreichen. Möglich werden soll dies durch den internen Erfahrungsaustausch - Stichwort: "Best practice" -, Exkursionen, Informationsveranstaltungen und durch die Förderung von Eigeninitiativen. Denn einer der KWP-Leitbildsätze heißt nicht umsonst: "Bei uns kommt Gutes auf den Tisch!"

Biologische Lebensmittel sind Qualitäts-Champions

Mit dem Einsatz von biologischen Lebensmitteln bietet das KWP seinen BewohnerInnen und Gästen ein hochqualitatives Ernährungsangebot. Eine Studienanalyse von 170 internationalen, wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt dies eindrucksvoll: Bio ist besser!

So weisen etwa Bio-Fleisch und Bio-Milch einen höheren Anteil an konjugierter Linolsäure auf - diese Fettsäure zeigt eine krebshemmende und antioxidative Wirkung und beeinflusst den Zucker-und Fettstoffwechsel positiv. Auch dem Bio-Gemüse attestieren Vergleichstudien wertvolle Vorzüge: Biologische Erdäpfel und Zwiebel sind reicher an Mineralstoffen und Spurenelementen, wie Magnesium, Eisen, Phosphor, Selen, Zink und Chrom, die den Stoffwechsel günstig beeinflussen. Der konsequente Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel in der biologischen Landwirtschaft drückt sich auch bei biologischem Obst und Gemüse durch eine bessere Qualität aus: Im Durchschnitt enthält Bio-Obst wie auch Bio-Gemüse mehr Vitamin C als konventionell gezogene Lebensmittel. Im Bereich der so genannten sekundären Pflanzenstoffe wurde bei biologischem Obst und Gemüse ein höherer Anteil von zehn bis 50 %festgestellt. Bio verbindet Genuss mit Klima- und Umweltschutz Auch die Umwelt und das Klima kommen bei Bio voll und ganz auf ihre Kosten. Denn biologische Landwirtschaft ist ein nachhaltiger, schonender Umgang mit den wertvollen Ressourcen der Erde und damit ein aktiver Klima- und Umweltschutzbeitrag.

Allein im Jahr 2006 ersparten die österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern durch ihren konsequenten Verzicht auch chemisch-synthetische Düngemittel der Gesellschaft die Ausbringung von rund 200.000 Tonnen an umweltschädlichen Spritzmitteln, die wohl oder übel ihren Weg ins Grundwasser gefunden hätten.

Durch die humusmehrende Bodenbewirtschaftung im Biolandbau wird klimaschädigendes Kohlendioxid (CO2) nicht nur besser gespeichert, sondern auch zusätzlich gebunden. Wissenschaftliche Studien belegen, dass weltweit bis zu 800 Millionen Tonnen an Kohlendioxid durch eine biologische Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Nutzflächen aufgenommen werden könnten.

Allein diese beiden Beispiele zeigen deutlich, dass den Bio-Champions des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser auch ein Klima- und Umweltschutzpreis zusteht.

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(Schluss) hoe

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