Volkshilfe fordert die Rechte älterer Menschen ein

Anlässlich des internationalen Tages der älteren Generation fordert die Volkshilfe weitere Fortschritte im Pflegebereich und eine angemessene Pensionserhöhung.

Wien (OTS) - "Auch in Österreich klafft die Schere zwischen Arm
und Reich immer weiter auseinander", stellt der Präsident der Volkshilfe Österreich Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer fest. "Besonders gefährlich ist es aber, wenn eine große Bevölkerungsgruppe völlig abgekoppelt wird von der wirtschaftlichen Entwicklung. Das ist mit den PensionistInnen in den letzten Jahren zweifellos passiert. Daher tritt auch die Volkshilfe Österreich anlässlich des internationalen Tages der älteren Generation für eine angemessene Erhöhung der Pensionen ein, die nicht unter zwei Prozent ausfallen darf und unterstützt damit auch die Forderungen des Pensionistenverbandes Österreichs. Mit einer Einmalzahlung ist es sicher nicht getan."

Anlässlich der Einigung im Finanzausgleich über die Finanzierung der 24h Pflege, weist Weidenholzer erneut darauf hin, "dass damit noch lange nicht alle Probleme in der Pflege und Betreuung von alten Menschen gelöst sind. Ohne den weiteren massiven Ausbau von leistbaren und flexiblen, nicht limitierten mobilen Pflege- und Betreuungsdiensten, aber auch weiterer teilstationärer Einrichtungen wie Tageszentren und dem Ausbau des Angebotes an vollstationären Einrichtungen mit zusätzlichen innovativen Angeboten wie Demenzstationen und Tagespflege gibt es keine nachhaltige Lösung für die immer älter werdende Bevölkerung.", so Weidenholzer.

Erforderlich ist zusätzlich auch eine stärkere Unterstützung pflegender Angehöriger, die besonders bei demenziellen Erkrankungen große Leistungen erbringen. Vor diesem Hintergrund startet nun das Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz eine Informationsoffensive zur Demenz mit dem Ziel, österreichweit Information und Unterstützung zum Thema Demenz anzubieten. Denn das Wissen um Behandlungsmöglichkeiten und Therapien ist nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch bei ÄrztInnen nicht sehr ausgprägt. Weiters geht es auch um Verständnis für jene Familien, die von demenziellen Erkrankungen betroffen sind. Die Volkshilfe Österreich wird als derzeit Vorsitz führende Organisation der Bundesarbeitsgemeinschaft freie Wohlfahrt (BAG) die Koordination dieser Kampagne durchführen.

Abschließend hält Weidenholzer fest "dass es nicht darum geht, Personengruppen gegeneinander auszuspielen, Alte gegen Junge, Inländer gegen Ausländer. Sondern die Herausforderung besteht darin, allen einen gerechten Anteil an der volkswirtschaftlichen Entwicklung zukommen zu lassen. Die Volkshilfe setzt sich traditionellerweise für jene ein, deren Rechte beschnitten werden, die schlechtere Karten im Spiel des Lebens haben."

Rückfragen & Kontakt:

Erwin Berger, Tel.: 0676 83 402 215
Leiter Kommunikation Volkshilfe Österreich
erwin.berger@volkshilfe.at
www.volkshilfe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VHO0001