Energie AG wird wegen Börsegang für einmalige Bilanzschönung ausgeräumt

Frais: "Timelkam- und WAV-Verkauf sind Vorleistungen für Börsegang"

Linz (OTS) - SP-Klubobmann Dr. Karl Frais lehnt es klar ab, dass für einen Einmalerlös zur Bilanzschönung rund 70% der Welser Abfallverwertungsanlage WAV nach Frankreich und die Hälfte des Kraftwerks Timelkam in die Schweiz verkauft werden. "Es werden die oberösterreichischen Energie AG-Kunden sein, die in 15 Jahren das Geld für den Rückkauf der WAV zu bezahlen haben. Außerdem ist es aus versorgungspolitischen Gründen falsch, diese oberösterreichischen Anlagen zu verkaufen, während in Rumänien und der Ukraine investiert wird. Schon jetzt ist absehbar, dass Oberösterreich für die Energie AG nach dem Börsegang primär als Kapitalquelle dient und die oberösterreichischen Gewinne in die Hände von Aktionären abfließen", argumentiert der SP-Klubchef.

Der Schweizer ‚Groupe E' werden am neu zu errichtenden Gas-und-Dampf-Kraftwerk Timelkam nicht nur Eigentumsanteile sondern auch Strombezugsrechte übertragen. "Dass Strombezugsrechte an ausländische Investoren verkauft werden, obwohl der Eigenversorgungsgrad der Energie AG in Oberösterreich nur knapp über 50 Prozent liegt, kann nur als Börsegang-Manöver bezeichnet werden. Es wird jetzt offenbar alles zu Geld gemacht, um den Unternehmensgewinn in der entscheidenden Bilanz vor dem Börsegang aufzufetten. Diese Schönungsmaßnahmen sind jedoch spätestens in 15 Jahren von den oberösterreichischen Kunden zu bezahlen. Die heute verantwortliche Generation um Pühringer und Windtner wird den Rückkauf der WAV in 15 Jahren nicht mehr verantworten müssen", stellt Frais fest.

Klubobmann Frais bezeichnet die aktuellen Vorgänge in der Energie AG als Vorschau auf die Zeit nach dem Energie AG-Börsegang:
"Regionale Interessen und versorgungspolitische Bedürfnisse werden eine untergeordnete Rolle spielen. Was zählt sind maximale Gewinne und Wachstumsraten. Deswegen wird in Rumänien und in der Ukraine investiert, während oberösterreichische Anlagen verkauft werden. Weil diese falsche Strategie schon jetzt klar erkennbar ist, muss unverzüglich gegengesteuert und der Börsegang verhindert werden. Die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher haben es mit ihrer Unterschrift für die Bürgerinitiative in der Hand."

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: (0732) 7720-11313

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40001