Medienstandort Österreich weiter benachteiligt

"Werbesteuer - schwer bescheuert!"

Wien (OTS) - Noch im Sommer hatten Finanzminister Molterer und Finanzstaatssekretär Matznetter in vielen Gesprächen und öffentlichen Auftritten beteuert, sich für die Abschaffung der Werbesteuer einzusetzen. Wie es hieß, sollte im Rahmen der Finanzausgleichsverhandlungen zwischen Bund, Ländern und Gemeinden die Abschaffung paktiert werden.

Offensichtlich handelte es sich aber um den ungelenken und halbherzigen Versuch, die heiße Kartoffel an Länder und Gemeinden weiterzureichen: Sie sollten auf die garantierten Einnahmen aus dieser weltweit als Unikum geltenden Steuer verzichten - was misslang, wie seit gestern klar ist.

"Der Werbewirtschaft bleibt", wie IAA-Präsident Max Palla festhält, "der Schaden":

  • "Erneut gebrochene Zusagen seitens der Finanzpolitik"
  • "Willkürliche Strafsteuer für eine einzelne Branche"
  • "Gefährdung des Medienstandorts Österreich, weil unsere Nachbarländer keine derartige Steuer kennen"

Die Werbebranche setzt in Österreich rund drei Milliarden Euro um und beschäftigt rund 50.000 Personen. Mit ihren Ausgaben finanziert die Werbung Tageszeitungen zu 60 bis 100 Prozent, Magazine zu 80 Prozent und Radio und TV zu 50 bis 100 Prozent. In Ausübung ihrer Tätigkeit liefert die Werbung ab: Umsatzsteuer, Arbeitgeberabgaben, Körperschaftssteuer etc.

"Es ist nicht einzusehen, warum ein wichtiger Teil der Creative Industries darüber hinaus mit einer Strafsteuer belegt wird. Die Werbesteuer dient niemandem und behindert einen ganzen Wirtschaftszweig. Die IAA fordert daher die sofortige Abschaffung der Werbesteuer!", so Präsident Max Palla.

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Barbara Marchhart
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