Orgelmusik - Konzertreihe mit jungen Talenten in Wien

Stadt Wien, Erzdiözese Wien und Raiffeisen setzen gemeinsamen musikalischen Akzent

Wien (OTS) - Erzdiözese Wien, Stadt Wien und Raiffeisen in Wien starteten gestern, am 27. September um 19.30 Uhr mit einem außergewöhnlichen Konzert in der Franziskanerkirche in die zweite Saison der neuen "Wiener Orgelkonzerte". Johannes Ebenbauer, der langjährige Domkapellmeister von St. Stephan, brachte gemeinsam mit dem sechsköpfigen Alphornbläser-Ensemble von Hans Peter Probst aus Tirol die Franziskanerkirche in Schwingungen.

Veranstalter der Konzertreihe ist der Verein "Wiener Orgelkonzerte" der das Ziel hat jungen Musikern eine neue Plattform für ihr künstlerisches Wirken anzubieten. Absolventen und Studierende der Universität für Musik und darstellende Kunst und des Konservatoriums der Stadt Wien stellen im Rahmen der "Wiener Orgelkonzerte" ihr Können an herausragenden Instrumenten vor. Sie bieten in zehn Konzerten bis Jänner 2008 ein vielfältiges Programm, das alle Jahrhunderte des Orgelschaffens umspannt. Alle Konzerte sind bei freiem Eintritt für ein breites Publikum gedacht.
Über 1000 begeisterte Zuhörerinnen und Zuhörer bestätigten in der ersten Saison im vergangenen Jahr den beschrittenen Weg.

Peter und der Wolf in Orgelfassung am 6. Oktober

Schon das nächste Konzert am Samstag, 6. Oktober 2007 ist mit einem speziellen Kinderkonzert in der Lazaristenkirche, Wien 7, um 16 Uhr der nächste Höhepunkt der neuen Saison. Peter und der Wolf in einer Orgelfassung und ein spezielles Musikrätsel bei dem moderne U-Musik durch die Orgelpfeifen tönt, sollen Kindern den Zugang zur Königin der Instrumente eröffnen.

Weitere Höhepunkte der eröffneten Saison sind ein Konzert an der bedeutendsten Barockorgel Mitteleuropas in der Stiftskirche Klosterneuburg (8.November 2007) und ein Konzert mit liturgischem Tanz (17. Jänner 2008, Pfarre St. Gertrud, Wien 18).

Orgelschatz anbieten und Talente pflegen

Anlässlich des gestrigen Eröffnungskonzertes erklärte der Wiener Weihbischof Helmut Krätzl, dass "diese Initiative ein wesentlicher Beitrag ist, den Orgelschatz der Kirchen Wiens zu hegen und zu pflegen!" Wie Weihbischof Krätzl betont, trägt die Kirche auch dazu bei "das Kulturgut der reichen Orgelliteratur zugänglich zu machen. Die Kirche ist hier auch Vermittlerin und trägt dazu bei, dass diese Kunst nicht nur im 'stillen Orgelkämmerlein' gepflegt wird!" Krätzl freut sich auch, "dass über Radio Stephansdom, dieses und weitere Konzerte aus der Reihe aufgezeichnet und auf 107, 3 gesendet werden. Damit kann dieser Schatz einem noch größeren Publikum nahegebracht werden!" Für die Kirche ist es aber auch wichtig, so Weihbischof Krätzl, dass mit dieser Initiative auch der wichtige Dienst der Organistinnen und Organisten für den liturgischen Einsatz gefördert wird.

Für die Stadt Wien ist die Offenheit des Angebotes ein wichtiger Aspekt in der Begegnung von jungen Musikern und interessiertem Publikum, betont die Zweite Vorsitzende des Wiener Gemeinderates Inge Zankl. "Dass hier bei freiem Eintritt Orgelmusik in höchster Qualität angeboten werden kann, ist in der Musikstadt Wien ein besonderer Beitrag der Förderung dieser Kunst!", freut sich Zankl "über die gelungene Kooperation von Stadt, Erzdiözese und Raiffeisen in Wien, die hier der Einsatz für Kunst und Künstler verbindet."

Initiator des neuen Vereines "Wiener Orgelkonzerte" ist Gerhard Rehor, Vorstandsdirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien. Rehor ist nicht nur Bankfachmann, sondern als ausgebildeter Organist und Schüler des langjährigen Domorganisten Peter Planyavsky auch Obmann des Vereines Wiener Orgelkonzerte. "Als Ausgleich zwischen Emotion und Ratio" sieht Gerhard Rehor das Orgelspiel. "Orgel spielen und Orgelmusik hören, das öffnet das Herz und weitet das Denken", ist für Rehor der Einsatz für die "Königin der Instrumente" ein persönliches Anliegen.

Deshalb hat Gerhard Rehor 2006 die Initiative ergriffen und die Erzdiözese Wien sowie die Stadt Wien für die Neugründung des Vereines "Wiener Orgelkonzerte" mit der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien (RLB NÖ-Wien) gewonnen.
Für Rehor ist die Initiative des Vereines "wichtig und wesentlich um den Stellenwert der Kirchenmusik und der Musik in der Kirche wieder in Erinnerung zu rufen!"

Als künstlerisches Konzept der Wiener Orgelkonzerte definiert Wolfgang Reisinger vom Diözesankonservatorium für Kirchenmusik der Erzdiözese Wien "den Reichtum der Tradition mit dem Reichtum junger Talente und dem Reichtum an herausragenden Instrumenten und Räumen in der Stadt Wien in eine besondere Verbindung zu bringen. Der neu gegründete Verein ermöglicht mit der Konzertreihe die Begegnung mit der Orgel in hoher Qualität und die Förderung junger Talente", so Reisinger, der für die künstlerische Leitung der Konzerte verantwortlich zeichnet.

Tradition hat mit König, Zilk und Haselböck begonnen

"Wir setzen damit eine Tradition fort, die vor mehr als 25 Jahren von Kardinal Franz König, dem damaligen Bürgermeister Helmut Zilk und dem herausragenden Wiener Organisten Hans Haselböck mit den Wiener Orgelkonzerten begründet worden ist", freut sich Vereinsobmann Gerhard Rehor.

Spendenaktion für älteste Orgel Wiens

Grundsätzlich sind die Konzerte des Vereines Wiener Orgelkonzerte bei freiem Eintritt zugänglich. Beim Auftaktkonzert luden die Veranstalter aber ein, ein besonderes Kulturgut mit einer Spende in der Existenz zu sichern:

Hinter dem Hochaltar der Franziskanerkirche steht im Betchor der Mönche die älteste Orgel Wiens. "Die Wöckherlorgel, Wiens älteste Orgel, pfeift aus dem letzten Loch - deshalb bitten wir bei dem Eröffnungskonzert der Wiener Orgelkonzerte 2007 um eine Spende als Beitrag zur Restaurierung dieses Kulturgutes", so Gerhard Rehor.
Die Wöckherl-Orgel stammt aus dem Jahr 1642. Seit Jahrzehnten ist das bedeutende Instrument desolat. Vor wenigen Wochen hat die Restaurierung des Betchors und der Wöckherl-Orgel begonnen. Das auf mehrere Jahre angelegte Projekt kostet 1,3 Millionen Euro.

Die weiteren Termine:

6. Oktober 2007, 16.00 Uhr
Lazaristenkirche
7, Kaiserstraße 7 (U3 & U6 Westbahnhof)
Organist: Johannes Wenk
Kinderkonzert: S. Prokofjew: Peter und der Wolf
Liedimprovisationen

11. Oktober 2007, 19.00 Uhr
Pfarre Kaasgraben (Linie 38 Paradisgasse)
19, Ettingshausengasse 1
Organist: Ines Schüttengruber
Werke von Frescobaldi, Bach, Duruflé

18. Oktober 2007, 19.00 Uhr
Marienkirche
17, Clemens-Hofbauer-Platz (10A, 43, 44 Wattgasse)
Organist: Wolfgang Capek, Brassensemble
Ltg.: Peter Planyavsky
Werke von Schmidt, Vierne, Widor, Dupré und
Planyavsky
(in Zusammenarbeit mit dem Hernalser Orgelfest)

25. Oktober 2007, 19.00 Uhr
Pfarre Alservorstadt
8, Alserstraße 17 (5, 33, 43, 44 Lange Gasse)
Organist: Ronald Peter
Werke von Mendelssohn, Bach, Hindemith, Heiller
und Planyavsky

8. November 2007, 19.00 Uhr
Stiftskirche Klosterneuburg
Stiftsplatz
3400 Klosterneuburg
Organist: Prof. Wolfgang Zerer, Hamburg
Werke von Sweelinck, Buxtehude, Muff at u. a.

22. November 2007, 19.30 Uhr!
Pfarre St. Rochus
3, Landstraßer Hauptstraße 54-56 (U3 Rochusgasse)
Organist: Tena Novosel
Werke von Buxtehude, Reger, Messiaen

6. Dezember 2007, 19.00 Uhr
St. Salvator am Wienerfeld
10, Wienerfeldgasse 11 (Linie 67 Wienerfeldgasse)
Organist: Dmitry Bondarenko
Werke von Frescobaldi, Pasquini und Froberger

10. Jänner 2008, 19.00 Uhr
Pfarre Breitensee
14, Laurentiusplatz 2 (U3 Kendlerstraße)
Organist: Christoph Lowis
Werke von Franck, Messiaen, Bruhns u. a.

17. Jänner 2008, 19.00 Uhr
Pfarre St. Gertrud
18, Währingerstraße/Kutschkergasse
(U6 Währingerstraße; 40, 41)
1180 Wien
Organist: Michael Schwärzler
Liturgischer Tanz
Werke von Bach, Liszt, Alain u. a.

Rückfragen & Kontakt:

Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG
Peter Wesely
Tel. 05 1700 -93004,
e-mail: peter.wesely@raiffeisenbank.at

Mag. (FH) Katharina Wallner
Tel. 05 1700-93005,
e-mail: katharina.wallner@raiffeisenbank.at

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