BM Schmied begrüßt gemeinsame kulturpolitische Strategie der EU

Wien (OTS) - Heute und morgen findet in Lissabon die Tagung der EU-Kulturminister statt. Im Mittelpunkt der Diskussionen wird eine Mitteilung der Kommission über eine "Kulturagenda im Zeichen der Globalisierung" stehen, in der erstmals eine umfassende Strategie für die künftige Ausgestaltung der Kulturpolitik auf europäischer Ebene vorgeschlagen wird. Sämtliche Maßnahmen sollen sich in Hinkunft an folgenden 3 Hauptzielen ausrichten:

1.) Die Förderung der kulturellen Vielfalt und des interkulturellen Dialogs (Jahr des interkulturellen Dialogs 2008, Förderung der Mobilität von Kunstwerken und künstlerischen Ausdrucksformen, Stärkung interkultureller Kompetenzen durch Förderung von Kulturbewusstsein, sozialen und zivilen Kompetenzen, Lernen von Fremdsprachen),

2.) Die Förderung der Kultur als Katalysator der Kreativität im Rahmen der Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung (Förderung der Kreativität in der allgemeinen Bildung, Nutzung des Potenzials der Kultur als Input/Tool für lebenslanges Lernen, Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten und Erschließung neuer Geldquellen, Aufbau kreativer Partnerschaften zwischen dem Kultursektor und anderen relevanten Sektoren)

3.) Die Förderung der Kultur als wichtiges Element der internationalen Beziehungen (Intensivierung der Kulturkooperationen zwischen der EU und Drittstaaten, stärkere Einbeziehung von Kultur in die vorhandenen Annäherungsinstrumente und möglichst umfassende Öffnung der EU-Kulturprogramme für Kandidatenländer) .

In methodischer Hinsicht soll die Zusammenarbeit durch die verstärkte Einbeziehung des Kultursektors in die Politikgestaltung verbessert werden und die Umsetzung der gemeinsam festgelegten Ziele regelmäßig durch verbesserte und einheitliche Kulturstatistiken überprüft werden.

Kulturministerin Claudia Schmied begrüßt diese Entwicklung: "Ich halte es für wichtig, Kulturpolitik auf EU-Ebene stärker zu positionieren und Kultur und Kreativität zu fördern. Die Förderung von Kreativität ist Voraussetzung für die Entwicklung der Persönlichkeit, Entscheidungskompetenz, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Europa muss seine kulturelle Vielfalt als Chance begreifen und durch eine Intensivierung des interkulturellen Dialogs sein enormes Potential nutzen. Gerade im kommenden EU-Jahr des interkulturellen Dialogs möchte ich in Österreich in diesem wichtigen Bereich Impulse setzen, da Kulturpolitik auch gesellschaftspolitische Impulse für eine bessere Integration und eine friedliches Miteinander setzen muss. Ich begrüße auch das Vorhaben der Kommission, Kultur verstärkt in die Lissabonstrategie einzubeziehen. Dabei gilt es nicht den Kultursektor zu 'ökonomisieren', sondern mit Zahlen & Fakten dessen enormes wirtschaftliches Potential aufzuzeigen. Voraussetzung für eine faktengestützte Politikgestaltung sind allerdings bessere und vor allem EU-weit vergleichbare Statistiken. Ich halte daher den Vorstoß für besonders wichtig, eine europäische Arbeitsgruppe für Kulturstatistiken ab 2008 einzurichten".

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