BAWO fordert Recht auf Wohnung - machbar, wenn politisch gewollt!

World Habitat Day 2007 - Das Recht auf Wohnen ist ein effektiver und intelligenter Weg zur Beseitigung von Wohnungslosigkeit in Österreich und Europa!

Wien (OTS) - Am 1. Oktober ruft die FEANTSA, der Europäische Dachverband der Wohnungslosenhilfe, alle Regierungen in Europa auf, das Recht auf Wohnung gerichtlich einklagbar zu machen.

Die Zahl der von Wohnungsverlust oder -ausschluss betroffenen Menschen wächst rasch. Überall steigen die Wohnkosten. Das Recht auf Wohnen betrifft nicht nur Obdachlose auf der Straße. Kinder, Jugendliche, ältere Menschen, MigrantInnen und Angehörige ethnischer Minderheiten, Arbeitende und Arbeitslose leiden unter Wohnungslosigkeit, Überfüllung, Substandard und Unsicherheit.

Angemessener Wohnraum ist eine Voraussetzung für die volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Wohnungslosigkeit in Österreich im Jahr 2006*:

- Wohnungslose in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe: 21.000

- Frauen und Kinder temporär in Frauenhäusern untergebracht: 3.200

- tatsächlich delogierte Personen (2005): 40.000

- in überbelegten Wohnungen (Volkszählung 2001): 88.000

- in unzumutbaren Substandardwohnungen (Volkszählung 2001):205.000

*bzw. zuletzt erhältliche Zahlen.

Beispielländer wie Frankreich und Schottland zeigen, das Recht auf Wohnen ist nicht nur durchsetzbar, sondern auch ein wirksames Mittel zur nachhaltigen Bekämpfung von Wohnungslosigkeit.

Die BAWO ruft Österreich auf, diesen Beispielen zu folgen!

Rückfragen & Kontakt:

BAWO (Bundesarbeitsgemeinschaft für Wohnungslosenhilfe)
Mag.a Nina Sajko
Tel.: 0680/21 28 503
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