AKNÖ-Präsident Staudinger verurteilt Polizei-Razzia im Schulinternat Geras scharf

Berufsschüler sind zahlende Gäste

Wien (OTS) - Der Präsident der Niederösterreichischen Arbeiterkammer, Josef Staudinger ist über die Vorgangsweise im Schülerinternat in Geras empört: "Wer kommt auf die Idee, als vorbeugende Maßnahme ohne irgendeinen konkreten Tatverdacht eine Polizeihundestaffel in die Unterkünfte der Berufsschüler zu schicken?" Das Internat steht unter der wirtschaftlichen Verwaltung der Wirtschaftskammer und ist ein von der Landesberufsschule getrennter Betrieb. "Die BerufsschülerInnen sind zahlende Gäste und nicht potentielle Kriminelle unter Generaltatverdacht", verurteilt der AKNÖ-Präsident den Vorfall scharf.

Die Lehrlinge, es sind in der Mehrzahl Mädchen, unterliegen selbstverständlich der Hausordnung, darüber hinaus gehende polizeiliche Maßnahmen können aber nach Ansicht der Niederösterreichischen Arbeiterkammer nur bei Vorliegen eines konkreten Tatverdachts oder einer Anzeige eingeleitet werden. "Als Präventionsmaßnahme eine Polizeirazzia anzuordnen, ist pädagogisch völlig ungeeignet. Es hat sich ja auch gezeigt, dass weder Drogen noch sonstige verbotene Gegenstände gefunden wurden", fordert Josef Staudinger Respekt und Achtung der persönlichen Privatsphäre auch gegenüber jungen NiederösterreicherInnen ein, die noch in Ausbildung stehen. Die AKNÖ teilt deshalb die Sorgen der Eltern nach diesem Vorfall.

Lehrlinge sind zahlende Gäste - Internat heißt nicht Internierung Nach den gesetzlichen Bestimmungen müssen die Lehrlinge die Internatskosten selbst bezahlen, gleichzeitig haben sie keine andere Wahl, weil die Standorte für Berufsschulen in Niederösterreich - so wie im Fall Geras - oft weitab von Verkehrswegen oder anderer städtischer Infrastruktur errichtet wurden.
"Würde ein Hoteldirektor einem Gast die Polizei auf Grund eines Generalverdachts ins Zimmer schicken, würden die Hotelgäste sofort den Quartiergeber wechseln. Leider können das die Lehrlinge in Geras nicht. Sie sind wochenlang auf diese Unterkunft angewiesen", so Präsident Staudinger. Die Berufsschüler sind notgedrungen und unfreiwillig in einem Internat untergebracht. Sie sind aber keine Internierten, mit denen man auf diese Weise umspringen kann.

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