Plassnik: "Existenz von Massenvernichtungswaffen nicht akzeptieren"

Außenministerin Plassnik übergibt UNO-Generalsekretär Ergebnisse der Wiener CTBTO-Konferenz

Wien (OTS) - "Wir brauchen eine Wiederbelebung und Erneuerung der multilateralen Bemühungen um Abrüstung. Der unilaterale Weg führt in eine Sackgasse. Gleichzeitig dürfen wir die Existenz von Massenvernichtungswaffen nicht einfach akzeptieren", so Außenministerin Ursula Plassnik am Rande der UNO-Generalversammlung. Die Außenministerin nützte ihren New York Aufenthalt, um dem UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon gemeinsam mit ihrem costaricanischen Amtskollegen Bruno Stagno Ugarte und dem Generaldirektor der CTBTO Tibor Toth die Ergebnisse der Konferenz über den Atomtestsperrvertrag (CTBT), die letzte Woche in Wien stattgefunden hat, zu übergeben.

"Die weltweiten Anstrengungen für Abrüstung und Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen müssen weiter verstärkt werden. Der Atomtestsperrvertrag ist dafür der richtige Ansatz", so die Außenministerin, die auf den Atomtest in Nordkorea am 9. Oktober 2006 als eine erste erfolgreiche Bewährung für das weltumspannende Überwachungssystem, das von der CTBT konsequent auf- und ausgebaut wird, verwies. "Obwohl das System noch nicht komplett ist, hat das Netzwerk von Überprüfungsstationen hervorragend funktioniert und den Mehrwert der Organisation beeindruckend unter Beweis gestellt", so die Außenministerin.

Die Erklärung der Wiener CTBTO-Konferenz fordere alle Staaten dazu auf, dem Atomtestsperrvertrag unverzüglich beizutreten und keine weiteren Atomtests durchzuführen. "Ich hoffe, dass die Konferenz in Wien dazu beiträgt, dass jetzt neuer Schwung in die Sache kommt. Insbesondere die USA sind gefordert - ihre Ratifikation des Atomtestsperrvertrags würde ein starkes Signal für die internationale Staatengemeinschaft sein", so die Außenministerin.

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