Neues Volksblatt: "Zug aufs Tor" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 28. September 2007

Linz (OTS) - Bei Redaktionsschluss unserer gestrigen Ausgabe
deutete nichts darauf hin, dass das Ringen um den Finanzausgleich noch am Mittwoch ein Ende haben könnte. Selbst Verhandlungsteilnehmer hatten vor Beginn der Marathonsitzung nicht an einen Abschluss geglaubt. Donnerstag, kurz vor ein Uhr früh, war dann klar, dass Finanzminister Wilhelm Molterer wie schon beim Doppelbudget einen sehenswerten Verhandlungscoup gelandet hatte. Dass die Vertreter der Länder und Gemeinden letztlich zu einer - freilich in Details noch zu verhandelnden - Grundsatzeinigung mit dem Bund gelangten, stellt allen Beteiligten ein gutes Zeugnis aus. Auf der einen Seite hat der Bund sein Angebot an die Gegenseite wohl so seriös angelegt, dass man dort nicht Nein sagen konnte. Anderseits zeigte sich: Geht es um die Sache, können Länder und Gemeinden quer durch die politische Landschaft an einem Strang ziehen. Dem innenpolitischen Klima könnte die Einigung zweifach gut tun. Zum einen vermittelt sie das Gefühl, es geht doch etwas weiter; zum andern könnte es den einen oder anderen Minister animieren, bei diversen Verhandlungen auch ein wenig mehr Zug aufs Tor zu zeigen.

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