Marek: Black European Women´s Congress kräftiges Zeichen für mehr Chancengleichheit

Kongress wichtiger Input zum "Europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle"

Wien (BMWA-OTS) - Mit dem Black European Women´s Congress in Wien werde "ein wichtiges und kräftiges Zeichen für mehr Chancengleichheit" gesetzt, sagte heute Staatssekretärin Christine Marek bei der Eröffnung des Kongresses, die sich ebenfalls in diesem Bereich sehr engagiert. Rund 7.500 Frauen aus afrikanischen Ländern leben in Österreich. Insgesamt weisen rund 38.500 Menschen in Österreich einen afrikanischen Migrationshintergrund auf. Obwohl das Ausbildungsniveau der in Österreich lebenden Afrikanerinnen sehr hoch ist, werden sie im Alltag wie auch im Berufsleben immer wieder mit Vorurteilen konfrontiert.

Die Staatssekretärin wies darauf hin, dass das "Europäische Jahr der Chancengleichheit für alle" eine gute Gelegenheit biete, Themen, die vor allem schwarze Frauen betreffen, eingehend zu diskutieren und sich zu informieren. Schließlich seien es meist Frauen, die am härtesten unter Diskriminierungen zu leiden haben. Seit Jahren fokussiere die EU ihre Aufgabe auch verstärkt auf die Bekämpfung von Diskriminierung aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit. Gesetze, die dazu erlassen wurden, werden permanent auf ihre nationale Umsetzung überprüft.

Seit Juli 2004 sei in Österreich Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft nicht nur in der Arbeitswelt verboten, sondern auch beim Sozialschutz, bei der Bildung, beim Zugang zu und der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen. "Wichtig dabei ist, dass diese Gesetze auch tatsächlich eingehalten werden", so Marek. Unerfreulicherweise habe eine Eurobarometer-Umfrage ergeben, dass die Menschen zu wenig über ihre Rechte bei Diskriminierung Bescheid wissen und dass Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft in Österreich als die am weitesten verbreitete Diskriminierungsform wahrgenommen wird.

Deshalb sei die Kernaussage der Kampagne des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit zum Europäischen Jahr: "Gegen Diskriminierung gibt es rechtlichen Schutz - für absolute Chancengleichheit!". Die Kampagne bestehe aus einem TV- und mehreren Radiospots, Flyern und Broschüren, einer Internetseite www.chancen-gleichheit.at sowie einem "Tag der Chancengleichheit" am 5. November im Museumsquartier mit zahlreichen Workshops und vielfältigem Abendprogramm. Das Europäische Jahr der Chancengleichheit dürfe aber nicht am Ende des Jahres abgeschlossen werden, sondern müsse darüber hinaus fortgesetzt werden, so die Staatssekretärin.

Die Kampagne werde auch in enger Zusammenarbeit mit NGOs durchgeführt. Bei einem Hörfunkspot habe unter anderem Beatrice Achaleke von AFRA aktiv am Inhalt mitgewirkt und die Rolle der Sprecherin übernommen. "Das Jahr der Chancengleichheit soll den Menschen auch bewusst machen, dass Diskriminierung in unserer Gesellschaft leider immer noch existiert und nur dann verhindert werden kann, wenn wir Anderssein akzeptieren."

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