GPA-DJP-Katzian: Europaweite Vereinheitlichung der Körperschaftsteuer nur mit einheitlichem Mindeststeuersatz sinnvoll

Bloße Vereinheitlichung der Bemessungsgrundlage wäre kontraproduktiv

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP), Wolfgang Katzian, begrüßt die Bestrebungen innerhalb der Europäischen Union, die Körperschaftssteuer europaweit zu harmonisieren, warnt aber vor einer bloßen Vereinheitlichung der Bemessungsgrundlage. "Dies brächte für die Unternehmen administrative Vorteile, würde aber einem Dumpingwettbewerb über den Steuersatz erst Recht Tür und Tor öffnen", so Katzian zu der heute von der KPMG präsentierten Umfrage unter Steuerexperten europäischer Unternehmen. ++++

Die Umfrageergebnisse zeigen aber, dass selbst in den Unternehmen diese Frage als notwendiger Schritt gesehen wird. "Für die europäische Gewerkschaftsbewegung ist essentiell, dass endlich dem Steuerdumpingwettbewerb zwischen den Mitgliedstaaten, der zu Lasten der öffentlichen Haushalte und den ArbeitnehmerInnen ausgetragen wird, ein Riegel vorgeschoben wird. Das funktioniert nur über einen verbindlichen, europaweit geltenden Mindeststeuersatz bei der Körperschaftssteuer. Die europäische Gewerkschaftsbewegung wird diese Frage in den nächsten Monaten noch stärker in die Diskussion einbringen", so Katzian abschließend.

ÖGB, 27. September 2007 Nr. 569

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