Umfahrung Völkermarkt wird nun Realität

LH Haider und LHStv. Dörfler stellten die Pläne der neuen Westumfahrung vor - Spatenstich am 6. Oktober, Verkehrsfreigabe im Frühjahr 2010

Klagenfurt (LPD) - Beinahe 30 Jahre dauerte es, in dieser Zeit wurden fünf Trassenvarianten und vier Trassenstudien erstellt, bis die Umfahrung Völkermarkt in Angriff genommen werden kann. Im Rahmen einer Pressekonferenz im Straßenbauamt Völkermarkt stellten heute, Donnerstag, Landeshauptmann Jörg Haider und Verkehrsreferent LHStv. Gerhard Dörfler gemeinsam mit dem Leiter der Abteilung 17, Volker Bidmon, Landtagspräsident Josef Lobnig und Völkermarkts Bürgermeister Valentin Blaschitz die neue Trasse, den "Korridor West", vor. Einhelliger Tenor dabei: Die neue Trasse Lilienberg ist laut Nutzwertanalyse die beste und visionärste Lösung.

Nach beinahe 30-jähriger Planungsdebatte habe das Land Kärnten bewusst eine rasche Lösung unter Einbindung der Bevölkerung gesucht, hob der Landeshauptmann hervor. "Die Umfahrung ist mit 46 Millionen Euro zwar finanziell aufwendig, für die Stadt- und Regionalentwicklung jedoch wichtig", sagte er. Haider kündigte an, dass es für die Umfahrung Völkermarkt und die neue Umfahrung Bad St. Leonhard eine Vorfinanzierung durch das Land geben wird. Dies sei auch ein Entgegenkommen gegenüber der Stadt Völkermarkt. Haider bekannte sich zu beiden Projekten, da sie Wertschöpfung und Arbeitsplätze bringen. Der Landeshauptmann forderte die Bundesregierung und Verkehrsminister Werner Faymann auf, die Autobahnanbindung Völkermarkt Mitte so rasch wie möglich zu realisieren.

Auch für Dörfler ist die Entscheidung für die Westumfahrung eine visionäre Lösung. Er verglich sie mit dem neuen EM-Stadion in Klagenfurt. Wichtig für den Verkehrsreferenten ist es auch, dass nach der EU-weiten Ausschreibung und dem Angebots-Splitting mit der Firma Kostmann und der Massivbau GMBH auch zwei Kärntner Firmen am Bau beteiligt sein werden. "Damit haben wir uns fünf Millionen Euro erspart", gab er bekannt. Der Tunnel wird nach höchsten EU-Standards von jener Firma errichtet, die bereits den Gräberntunnel gebaut hat.

Dörfler nannte auch interessante Zahlen. Die Gesamtlänge der neuen Umfahrung wird 2,8 Kilometer betragen. Auf den Lilienbergtunnel entfallen 1,144 Kilometer, auf die Unterflurtrasse, sie quert das "Ritzinger Plateau", 236 Meter und auf Freilandstrecken 1,439 Kilometer. Die reinen Baukosten werden 46 Millionen Euro betragen. Für Planungen, Vermessungen und Grundablösen wurden bereits 2,3 Millionen Euro ausgegeben. Die Grundablösen wurden im Dezember 2006 in zwei Tagen durchgeführt. 99.000 Quadratmeter Grund wurden dabei abgelöst. Bis zur Fertigstellung im Dezember 2009 werden rund 47.200 LKW-Materialtransportfahrten stattfinden, die jedoch nicht durch das Ortsgebiet von Völkermarkt führen werden. Der Spatenstich ist für 6. Oktober 2007 terminisiert, die Verkehrsfreigabe wird im Frühjahr 2010 erfolgen.

Bidmon gab den Bauzeitplan bekannt. Für die Tunnelerrichtung sind vom Ausbruch bis zur Fertigstellung 26 Monate geplant. Der Straßenbau mit Vorarbeiten, Schüttarbeiten und Restschüttarbeiten wird 17 Monate in Anspruch nehmen. Für den Bau der Unterflurtrasse sind zwölf Monate veranschlagt. Der Tunnel verfügt über zwei Sicherheitsstollen und einen Fluchtstollen, über 18 Notrufnischen und zwei Pannenbuchten.

Für Lobnig, er sprach von einem historischen Tag, hat sich die jahrzehntelange Geduld ausgezahlt. Mit der Umfahrung wird der Wirtschaftsraum Völkermarkt seine Attraktivität weiter steigern. Die Umfahrung sei zudem eine wichtige Verkehrsanbindung an den Südkärntner Raum.

Blaschitz dankte Haider und Dörfler für die Unterstützung. Das Projekt sei nie ein Spielball zwischen dem Land und der Stadt Völkermark gewesen, betonte er. Durch die Einbindung der Bevölkerung und die gemeinsame Planung mit dem Verkehrsreferenten habe man für Völkermarkt nun die beste Lösung gefunden.

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