Vilimsky: Was hat Österreich noch in der UNO verloren?

Wo bleiben die Friedenstruppen der Vereinten Nationen?

Wien, 27-09-2007 (fpd) - Das Nichteingreifen und die scheinbar völlige Gelassenheit der UNO, was die derzeitigen Menschenrechtsverletzungen in Myanmar betrifft, sei ein Skandal der Sonderklasse und absolut verurteilungswürdig, kritisiert heute FPÖ-NAbg. Harald Vilimsky. Es stelle sich nun die Frage, was Österreich eigentlich noch in der UNO verloren hat, wenn diese nicht bereit ist, ihre Aufgaben Ernst zu nehmen und in Myanmar Hilfe zu leisten.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Organisation der Vereinten Nationen gehören die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit. Es scheint, als wäre sich die UNO dessen nicht bewusst, sonst hätte sie längst eingegriffen. Wenn in Myanmar friedliche Demonstrationen von Mönchen gewaltsam unterdrückt werden und sogar Todesopfer fordern, so sei dringender Handlungsbedarf notwendig. Bei der UNO stößt man hier jedoch auf taube Ohren. Offenbar gäbe es keinerlei Bodenschätze oder sonstige wirtschaftliche Interessen die es wert wären hier einzugreifen, kritisiert Vilimsky.

Die UNO scheint die Ausmaße die diese Demonstration annimmt, gewaltig zu unterschätzen. Sie hätte längst regieren müssen, verurteilt aber die Handlungen der Regierung und der Militärjunta nicht einmal. Österreich ist jährlich zu Zahlungen an die UNO in Millionenhöhe verpflichtet, daher könne man auch erwarten, dass diese auch friedenerhaltende Maßnahmen in Burma setzt. Hier seien nun die Blauhelme, jene Friedenssoldaten der UNO, die in Krisensituationen eingesetzt werden, gefragt, fordert Vilimsky.

Sollte sich die UNO weiter taub, blind und stumm stellen, müsse sich Österreich überlegen, ob eine Mitgliedschaft in dieser Organisation überhaupt noch sinn- und zweckerfüllend ist oder ob es sich dabei nur mehr um einen Verein zur Zahlung von Mitgliedsbeiträgen handelt, die dann in die Taschen weniger Mächtiger in der Verwaltung fließen, die dadurch reicher als reich werden, schließt Vilimsky. (Schluss) hn

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0003