FSG-Vondrasek: Einkommensschere so schnell wie möglich schließen

Thematisierung des "Equal Pay Day 2007" zeigt "Unverzichtbarkeit der sozialdemokratische Handschrift in der Gleichstellungspolitik" auf

Wien (FSG/vida) - "Endlich sind die Einkommensunterschiede
zwischen Frauen und Männern in Österreich wieder Thema", begrüßt die FSG- und vida-Frauenvorsitzende Elisabeth Vondrasek die ÖGB-Forderung, die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern mittels "pro-aktiven Gesetzen" (der Staat soll die Rahmenbedingungen schaffen) zu schließen. "Die Einkommensschere muss so schnell wie möglich mit strukturellen Ansätzen geschlossen werden. Wir Frauen brauchen keine Profilierungssprüche, sondern die gemeinsame Kraftanstrengung und den Willen aller, dieses Thema aufzugreifen", bekräftigte Vondrasek am Donnerstag in Wien.++++

Dass das Auseinanderklaffen der Einkommensschere heute wieder verstärkt thematisiert wird, zeige die Unverzichtbarkeit der sozialdemokratischen Handschrift in der Gleichstellungspolitik dieses Landes auf, so die FSG-Frauenvorsitzende weiter. "Dass Frauen in Österreich - wie von den ÖGB-Frauen errechnet - 96 Tage im Jahr de facto gratis arbeiten, ist inakzeptabel", sagte Vondrasek: Das habe auch EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla im Sommer dieses Jahres bei der Präsentation der aktuellen Daten dazu eindeutig zum Ausdruck gebracht, indem er betonte habe, "Diese absurde Situation muss sich ändern."

Schon im Mai 2006 hat in Brüssel eine Konferenz zur Schließung der Lohnschere zwischen Frauen und Männern stattgefunden. Dort habe Regine Winter, Richterin am Europäischen Gerichtshof, angemerkt, dass "die Umsetzung des Artikel 141 Absatz 1 EG Pflicht ist, nicht Kür!", erinnerte die FSG-Frauenvorsitzende. Dieser Artikel lautet: "Jeder Mitgliedsstaat stellt die Anwendung des Grundsatzes des gleichen Entgelts für Männer und Frauen bei gleicher und gleichwertiger Arbeit sicher", schloss Vondrasek. (Schluss)

FSG, 27. September 2007 Nr. 47

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