Eder-Gitschthaler: Alle Kinder - auch jene im häuslichen Unterricht - haben ein Recht auf eine Gesundenuntersuchung

Wien (ÖVP-PK) - Der tragische Fall dreier verwahrloster Mädchen in Oberösterreich Anfang dieses Jahres darf sich nicht mehr wiederholen. Die Salzburger ÖVP hat daher im Jänner dieses Jahres gemeinsam mit der SPÖ den vorliegenden Entschließungsantrag eingebracht, um auf eine Lücke im Schulgesetz aufmerksam zu machen, zeigte sich die Salzburger ÖVP-Abg. Dr. Andrea Eder-Gitschthaler, Mitglied im Familienausschuss, heute, Donnerstag, im Nationalrat darüber erfreut, dass der Salzburger Antrag über den Unterrichtsausschuss so schnell den Weg ins Plenum gefunden hat. Dabei geht es um die Einführung lückenloser schulärztlicher Gesundenuntersuchungen. ****

Seit 1774 gibt es die Unterrichtspflicht in Österreich. Anders als in der BRD besteht keine Verpflichtung, Kinder in eine öffentliche oder private Schule zu geben. Sie können auch zum häuslichen Unterricht angemeldet werden. Diese Möglichkeit nehmen etwa 0,5 Prozent der Eltern in Anspruch (in Salzburg beispielsweise derzeit 40, in Oberösterreich 70). "Das stellt in der Praxis kein Problem dar, aber nicht berücksichtigt ist nach dem derzeitigen Schulgesetz das Wohlbefinden und die Gesundheit der Kinder, denn diese müssen sich keiner regelmäßigen ärztlichen Untersuchung unterziehen. Von einer Gesundenuntersuchung, wie sie in Schulen durchgeführt wird, sollte aber niemand ausgeschlossen sein. Alle Kinder haben ein Recht darauf", so die ÖVP-Abgeordnete, die auch Mitglied des Vorstands der privaten überparteiliche Kinderhilfsorganisation "Rettet das Kind" ist.

"Es geht uns dabei vorrangig um Aufklärung und Prävention. Daher sollte es keinen Unterschied zwischen jenen Kindern geben, die in eine Schule gehen und jenen, die häuslich unterrichtet werden. Außerdem hat diese Untersuchung auch den wichtigen Zweck, Auffälligkeiten zu entdecken. Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um eine Verwahrlosung von Kindern hintanzuhalten und eine gezielte Vorsorge zu treffen. Kinder sind oft wehrlos und daher ganz besonders auf unsere Fürsorge angewiesen. Prävention ist daher das große Schlüsselwort", so Eder-Gitschthaler, die in diesem Zusammenhang auch an eine Verbesserung der Schularztausbildung denkt. "Kinder sind unser wertvollstes Gut. Wir müssen alles daran setzen, sie so gut wie möglich zu schützen."
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