Stadlbauer zur Fristenregelung: ÖVP in die Schranken weisen

Entscheidung der Frau ist zu respektieren

Wien (SK) - "Kaum hat der Papst in Österreich die Fristenregelung in Frage gestellt, beginnt die ÖVP daran zu rütteln", kritisierte heute SPÖ Bundesfrauengeschäftsführerin und Nationalratsabgeordnete Bettina Stadlbauer die Vorschläge der ÖVP Perspektivengruppe zum Thema Schwangerschaftsabbruch. Die Vorschläge würden ganz klar das Selbstbestimmungsrecht der Frauen in Frage stellen, das lassen wir nicht zu" meinte Stadlbauer. ****

"Warum soll der oder die beratende Arzt oder Ärztin den Schwangerschaftsabbruch nicht durchführen dürfen" ärgert sich Stadlbauer. "Die Frauen wissen selbst am Besten, zu wem sie Vertrauen haben. Sie brauchen keine Beeinflussung von beratenden Organisationen, die sich zwangsweise aufdrängen wollen und nicht objektiv beraten. Will die ÖVP jetzt den Frauen die selbsternannten LebensschützerInnen an den Hals hetzen?" Auch der Vorschlag einer verpflichtenden Bedenkzeit zwischen Beratung und Eingriff sei eine Zumutung. Dadurch werden die Fristen gefährdet.

"Das alles zielt darauf ab, den Frauen die Entscheidungsfreiheit zu nehmen", meinte Stadlbauer. "Wie oft sollen wir noch wiederholen, dass keine Frau sich diese schwierige Entscheidung leicht macht, aber die Entscheidung der Frau schlussendlich respektiert werden muss." Stadlbauer gab außerdem zu bedenken, was die ÖVP mit ihrer anonymen Statistik über Abtreibung plane: "Der Gipfel der Geschmacklosigkeit ist die Motivforschung. Damit werden Frauen in einer schwierigen Situation mit einer unangenehmen Befragung noch zusätzlich gequält."

"Die Frauen haben ein Recht darauf, diese sehr persönliche Entscheidung in Ruhe und selbstständig zu treffen und brauchen sicher keine anmaßenden Vorschläge der ÖVP", sagte Stadlbauer. "Alle diese Vorschläge in der ÖVP zielen darauf ab, den legalen Schwangerschaftsabbruch zu erschweren, beziehungsweise unmöglich zu machen. Das kann doch nicht das Ziel der ÖVP sein. Wo sind die Frauen in der ÖVP, die das verhindern?", fragte Stadlbauer abschließend. (Schluss) gd/mm

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