Wiener ÖVP fordert Konsequenzen aus IHS-Bildungsstudie

Wien (OTS) - Aus Anlass der kürzlich vorgestellten Studie des Instituts Höherer Studien (IHS) zum Thema Bildungsstandort Österreich, der summa sumarum ein mittelmäßiges Bildungsniveau bei sehr hohem Geldmitteleinsatz bilanziert, forderte am Donnerstag die Bildungssprecherin der Wiener ÖVP, StR. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager einschneidende Reformen im Wiener Bildungs- und Schulsystem in einem Mediengespräch.

Spezielles Augenmerk soll den 3-7jährigen Kindern mit Migrationshintergrund gewidmet werden. Jeweils eine halbe Stunde täglicher spielerischer Sprachunterricht könnte die evidenten Sprachprobleme vieler Kinder und Jugendlicher zum Positiven verbessern. Wiens Stadtschulrat sei nicht in der Lage, schulische Qualität zu sichern: Entsprechende Studien, darunter etwa eine von der Wirtschaftskammer, würden den Schluss zulassen, dass die Schulnoten keineswegs den damit erwartbaren Leistungsniveaus entsprechen. Das Kollegium im Stadtschulrat könne man schlichtweg abschaffen, Wiens Schulstandorte sollten unmittelbar mit dem Bildungsministerium gekoppelt werden: Dies würde Verwaltungskosten einsparen und könnte als Modell-Region für eine effizientere Schulverwaltung österreichweit dienen.

Der "Neuen Mittelschule" der SPÖ könne sie nicht zustimmen, da nicht geklärt sei, wie die bestehenden Probleme - Stichwort:
mangelndes Bildungsniveau, Auseinandertriften von Noten und realen Fertigkeiten - gelöst werden sollen. Auch einer Fortführung der Kooperativen Mittelschule (KMS) sei solange eine Absage zu erteilen, solange dieses Modell nicht wissenschaftlich evaluiert sei.

In Richtung Vizebürgermeisterin Grete Laska hielt sie fest, dass diese schlichtweg ein "zu umfangreiches Ressort führe." Laska solle sich wieder dem Kernthema "Bildung und Schule widmen." Hoffnungen setze sie auf Bürgermeister Häupl, der als Pragmatiker die Ernsthaftigkeit der Bildungssituation erkenne und die Probleme ernst nehme.

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