HAUBNER: "Frauen verdienen vor allem gleiche Chancen"

Wien (OTS) - "Frauen verdienen vor allem gleiche Chancen. Dieser Herausforderung wollen sich angeblich alle annehmen. Nur von einer amtierenden Regierung erwartet man sich mehr. Außer schönen Worten, Absichtserklärungen und fehlenden Konzepten ist bisher nicht viel geschehen", kritisierte heute BZÖ-Familiensprecherin Abg. Ursula Haubner. Angesichts der heutigen Initiativen in diesem Bereich seitens der Regierungsparteien erinnerte Haubner auch daran, daß das BZÖ bereits mehrere Anträge, unter anderem zur Abschaffung der Zuverdienstgrenze und für ein flexibles einkommensunabhängiges arbeitsnahes Kinderbetreuungsgeld eingebracht hat, das leider von den Regierungspatreien vertagt und verzögert wurde.

In diesem Jahr habe die Regierung die Chance nicht genützt, konkret etwas für die Frauen zu tun. Zur Absichterklärung, daß es für alle Branchen einen Mindestlohn geben solle, meinte Haubner, daß es Branchen gebe, in denen Frauen vermehrt arbeiten, die heute noch keinen Kollektivvertrag haben. "Man weiß auch nicht, wann dieser Mindestlohn kommen soll. Die Regierung sagt immer, Arbeit soll sich lohnen. Nur 1000 Euro brutto, sind 880 Euro bar auf die Hand. Wie soll aber im Jahr 2007 eine Alleinerzieherin mit diesem Gehalt auskommen?", fragte Haubner. "Wenn ein Mehr an Einkommensgerechtigkeit kommt, dann muß es 1.300 Euro brutto geben, das sind dann ehrliche 1000 Euro auf die Hand", sagte Haubner.

"Frauen haben nach wie vor die Hauptverantwortung für die Kinderbetreuung und erwarten sich auch von dieser Regierung ein Mehr an gemeinsamer Vorgangsweise und vor allem ein Weniger an Ideologie. Was sich hier mit den Kinderbetreuungsmillionen im Zusammenarbeit mit den Ländern abspielt, spottet jeder Beschreibung. Ich frage mich, warum ist eine Betreuung durch Tagesmütter weniger förderungswürdig, als öffentliche Einrichtungen?", kritisierte Haubner.

Die ÖVP solle nun endlich die Konsequenz aus dieser unsinnigen Zuverdienstgrenze ziehen. "Machen wir das Kinderbetreuungsgeld wieder zu einer einkommensunabhängigen Familienleistung, wo keine Personengruppe ausgegrenzt wird und die einfach administrierbar ist", sagte Haubner. "Vor allem brauchen die Frauen nicht dieses peinliche Schauspiel zwischen den beiden zuständigen Ministerinnen. Wir werden diese Grenze zumindest gerichtlich zu Fall bringen", so Haubner weiter.

Zur Alterssicherung für Frauen meinte Haubner, daß es erstmals unter BZÖ-Regierungsbeteiligung vier Jahre für Kinderbetreuung als echte Pensionszeiten gegeben habe. "Es gibt tausende von Frauen in diesem Land, die über 60 Jahre alt sind, keine Pension haben, weil sie sich ausschließlich um ihre Kinder gekümmert haben. Geben Sie endlich dieser Generation auch das, was ihr zusteht. Machen Sie es so wie in Kärnten mit dem Müttergeld, wo wir vorbildlich gehandelt haben", schloß Haubner.

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