Marek: Einkommensschere schließen durch vielfältige Maßnahmen und Bewusstseinsarbeit - Gesetze alleine reichen nicht

Wien (ÖVP-PK) - Wir müssen alle gemeinsam daran arbeiten, die Einkommensschere zu verringern. Hier geht es nicht nur um Gesetze, sondern vor allem auch um Bewusstseinsarbeit, stellte heute, Donnerstag, Staatssekretärin Christine Marek in der Aktuellen Stunde zum Thema "Frauen verdienen MEHR - Benachteiligungen endlich beseitigen!" des Nationalrats fest. ****

Marek: "Es gibt auch eine positive Nachricht: In den letzten 25 Jahren hat sich die Einkommensschere halbiert. Das heißt aber, weiterzuarbeiten, denn ungerechte Unterschiede müssen noch schneller verringert und möglichst auf Null gebracht werden."

Gründe für die Einkommensschere liegen häufig in der Berufswahl. 50 Prozent der Mädchen, die eine Lehre absolvieren, machen diese in nur drei Berufen - Einzelhandelskauffrau, Bürokauffrau oder Friseurin. Dieser Trend setzt sich auch bei der Schulbildung und den Universitäten fort. An den geisteswissenschaftlichen Studienrichtungen etwa sind über 70 Prozent Studentinnen; bei Elektrotechnik sind hingegen unter fünf Prozent Frauen zu finden. "Hier gibt es viel zu tun und anzusetzen, um Mädchen und Frauen für technische Berufe zu gewinnen", verwies Marek unter anderem auf Programme zur Frauenförderung des AMS und BMWA.

Weiterer Grund für das geringere Einkommen von Frauen ist der hohe Anteil an Teilzeitarbeit. 2006 waren im Jahresdurchschnitt rund 4.000 Teilzeitstellen als offen gemeldet, gleichzeitig suchten aber fast 30.000 Frauen einen Teilzeitjob, was nur teilweise an mangelnden Kinderbetreuungsangeboten liege. Hier gehe es darum, diese auf allen Ebenen auszubauen, verwies Marek auch auf Tagesmütter und Schulkindbetreuung.

Ganz wichtig sei es zudem, die qualifizierte Teilzeitarbeit in Unternehmen auszubauen. Eine Reduktion der Arbeitszeit sei fast immer mit einer Reduzierung der Qualität des Jobs verbunden. "Es kann nicht sein, dass das weiter so bleibt", so Marek, die in diesem Zusammenhang Gespräche mit Firmen und Sozialpartnern führen will.

Ein wichtiger Bereich und eine große Herausforderung sei die Verbesserung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wo besonders die Firmen gefordert sind. Hier sei bereits eine Studie zu den Vorteilen von familienfreundlichen Maßnahmen im Unternehmen in Auftrag, schloss Marek.
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