IÖD-Kongress fordert: Völkermord in Dafur muss beendet werden

IÖD fordert Eingreifen in Darfur, Druck auf Guyanas Regierung und Abzug aus dem Irak

Wien (GdG/ÖGB) - Die Internationale der Öffentlichen Dienste (IÖD) fordert bei ihrem 28. Weltkongress in Wien die internationale Staatengemeinschaft zum Handeln gegen den Völkermord in Darfur auf. Weiters prangert sie die "Missachtung der Rechtsstaatlichkeit" in Guyana an und ruft zur Einstellung der militärischen Operationen im Irak auf.++++

Schon 2004 hat der damalige US-Außenminister Colin Powell die sudanesische Regierung für den Völkermord in der Region um Darfur verantwortlich gemacht. Bis heute haben 400.000 Menschen ihr Leben verloren, über zwei Millionen mussten ihre Heimat verlassen. Die IÖD verurteilt den fortwährenden Völkermord. Nach internationalem Recht sind die Vereinten Nationen und die einzelnen Regierungen zum Handeln verpflichtet. Als sofortige Maßnahme fordert die IÖD Wirtschaftssanktionen gegen die Regierung des Sudan und die Organisation einer multinationalen Eingreiftruppe zum Schutz der Bevölkerung.

Im südamerikanischen Staat Guyana werden die Rechte der ArbeitnehmerInnen seitens der Regierung missachtet. Der Gewerkschaft der öffentlichen Dienste wird das Recht auf Verhandlung von Kollektivverträgen verweigert. Trotz ratifizierter internationaler Übereinkommen und rechtlich bindender Vereinbarungen mit Gewerkschaften setzt die Regierung im Alleingang Löhne fest. Die Folge: Mehr als 60 Prozent der Bediensteten im öffentlichen Dienst beziehen Gehälter unterhalb der Armutsgrenze. Daher fordert die IÖD, internationalen Druck auf die Regierung Guyanas auszuüben, ihren vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen.

Eine starke, freie ArbeiterInnenbewegung ist wesentliche Säule einer stabilen Demokratie. Im Irak sind bewundernswert mutige Menschen im Kampf für gewerkschaftliche Organisation engagiert. Einige mussten ihre Entschlossenheit mit dem Leben bezahlen. Für die IÖD ist es eine moralische und praktische Pflicht, dass internationale Programme zum Wiederaufbau des Iraks kommen müssen. Sie unterstützt deshalb mit aller Kraft die Anstrengungen zur Bildung unabhängiger Gewerkschaften. Die USA und ihre Koalitionspartner werden aufgerufen, die militärischen Kampfhandlungen so rasch wie möglich einzustellen.

ÖGB, 27. September 2007 Nr. 565

Rückfragen & Kontakt:

IÖD-Presse,
Tel.: 0664/814 63 11 oder 0664/614 53 17
Informationen im Internet: www.psi100.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001