Haberzettel: Mindestlohn wichtiger Schritt zur Anhebung des Fraueneinkommens

Rechtsanwälte und Ärzte in die Pflicht nehmen

Wien (SK) - Wilhelm Haberzettel, SPÖ-Abgeordneter zum Nationalrat, erklärte am Donnerstag im Rahmen der Debatte im Nationalrat, dass die Vereinbarung für den Mindestlohn "ein wichtiger Schritt zur Anhebung des Fraueneinkommens" sei. Leider werde diese Vereinbarung der Sozialpartner bei den freien Berufen, besonders betroffen sind hierbei Angestellte bei Rechtsanwälten und Ärzten, nicht umgesetzt, kritisierte Haberzettel und forderte die "Spitzenverdiener auf, sich nicht davor zu drücken einen fairen Anteil der Gewinne an jene auszuzahlen, die das Geld für sie mitverdient haben". ****

Während es in verschiedenen Branchen schon gelungen sei, die Vereinbarung für einen Mindestlohn von 1.000 Euro umzusetzen, sei dies in anderen noch ausständig. "Wir werden aber dafür sorgen, dass dies auch umgesetzt wird", hob Haberzettel hervor. Kritik übte der SPÖ-Abgeordnete an den Rechtanwälten und Ärzten, die sich nicht bereit erklären, die Mindestlohnvereinbarung umzusetzen. So wolle die Rechtsanwaltskammer zwar den Mindestlohn in der Standesregel, nicht jedoch in den Kollektivverträgen verankern und auch bei den Arztpraxen "sieht es nicht anders aus", so Haberzettel. In Kärnten betrage der Mindestlohn für eine 40 Stunden arbeitende Ordinationsgehilfin nur 783 Euro. "Wir werden die Standesvertretungen nicht aus ihrer Verantwortung entlassen", erklärte Haberzettel.

Nächste Steuerreform muss Erleichterung für kleine Verdiener bringen.

Die letzte Steuerreform habe keine Erleichterung für "kleine Verdiener" gebracht, da die Negativsteuer nicht erhöht wurde, deshalb sei "klar, dass die unteren Einkommen verstärkt angehoben werden müssen und bei der nächsten Steuerreform alle profitieren müssen, die unselbstständige Arbeit verrichten", so Haberzettel. Was den Rückgang der Nettoeinkommen betrifft, erklärte der SPÖ-Abgeordnete und Gewerkschafter, dass die "Rückläufigkeit mit dem Anstieg der Teilzeitarbeit zusammen hängt" jedoch müssten auch "die Gewerkschafter bei den Lohnverhandlungen energischer auftreten". (Schluss) ar

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