Drössler: Werbeabgabe wieder nicht abgeschafft - Große Enttäuschung in der Werbebranche

Finanzausgleich mit bitterem Beigeschmack für werbetreibende Wirtschaft - Abschaffung der Werbeabgabe wieder vertagt

Wien (PWK705) - "Ich bin bitter enttäuscht", bringt es Dr. Peter Drössler, Obmann des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation auf den Punkt. Die Abschaffung der Werbeabgabe im Zuge der vorgezogenen Verhandlungen zum neuen Finanzausgleich 2008 - 2014 ist heute früh endgültig gescheitert. "Statt die seit Jahren versprochene Abschaffung der Werbeabgabe endlich durchzusetzen, haben Bund, Länder und Gebietskörperschaften die lange Bank, auf der sie dieses Thema seit Jahren herschieben, wieder um mindestens zwei Jahre - dem geplanten Termin für die nächste Steuerreform - verlängert", so Drössler.

Die Koalition hat sich heute in der dritten großen Verhandlungsrunde mit den Ländern, Städten und Gemeinden auf die wesentlichen Punkte wie Mindestsicherung, Pflege-Finanzierung, Krankenanstaltenfinanzierung oder Wohnbauförderung beim Finanzausgleich geeinigt. Die Abschaffung der Werbeabgabe ist in diesem Paket wieder einmal nicht enthalten. Das Thema wurde einem raschen Abschluss "geopfert".

"Der Fachverband Werbung und Marktkommunikation wird sich selbstverständlich auch weiterhin für die Abschaffung der Werbeabgabe einsetzen," so Drössler kämpferisch. "Der Ball liegt nun allein bei Vizekanzler und Finanzminister Mag. Wilhelm Molterer." Soll die Abschaffung im Rahmen der Steuerreform endlich klappen, muss mit der politischen Absichtserklärung auch eine Übernahme der Verantwortung für die Kompensation der Empfänger der Einnahmen aus dem Titel der Werbeabgabe erfolgen. "Entsprechende Signale hat es gegenüber dem Fachverband heute Früh gegeben, nun erwarten wir, dass sich der Vizekanzler und Finanzminister Molterer als der erste Politiker seit Jahrzehnten beweist, der sein Versprechen, die Werbeabgabe abzuschaffen, auch ernst nimmt."

Auch wenn im Moment die Enttäuschung groß ist, der Fachverband ist als professionelle Interessenvertretung natürlich bereit, den Vizekanzler und Finanzminister mit großer interessenpolitischer Verantwortung zu unterstüzten, um die besten möglichen wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für die österreichische Werbebranche zu etablieren. "Man erwarte sich allerdings, dass die entsprechenden Weichen sehr rasch in die richtige Richtung gestellt werden", fordert Drössler.

"Die Werbewirtschaft hat eine Schlüsselfunktion für die Qualität des Wirtschaftsstandortes Österreich. Unser Ziel ist die Zukunftssicherung des Medien- Kommunikationsstandortes Österreich", so Drössler: Dabei steht die Abschaffung der Werbesteuer an oberster Stelle. Die Vorteile liegen für Drössler abschließend klar auf der Hand:

  • Erhöhung des BIP um Euro 110 Mio
  • Dauerhafte Schaffung von zusätzlichen 650 Arbeitsplätzen
  • Mehr Wachstum: Die Wirtschaft reinvestiert diese freiwerdende Mittel zur Gänze" (Ne)

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