Csörgits: Frauen arbeiten 96 Tage pro Jahr gratis

Kraftakt im Sinne der berufstätigen Frauen setzen

Wien (SK) - "Frauen arbeiten 96 Tage pro Jahr gratis", bemerkte SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits am Donnerstag im Rahmen der aktuellen Stunde. Csörgits wies darauf hin, dass der 27. September der 'equal pay day' sei, also ein Stichtag bezüglich Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern, Männer haben mit dem heutigen Tag bereits das Einkommen von Frauen erreicht. "Wir sind gemeinsam aufgefordert, diese symbolischen 96 Tage zu verkürzen", so die Abgeordnete in Richtung Auditorium. ****

Im Juli dieses Jahres habe die EU Zahlen veröffentlicht, die besagen würden, dass Österreichinnen um 26,4 Prozent pro Stunde weniger verdienen würden als ihre männlichen Kollegen, der EU-Durchschnitt liege bei 24 Prozent, in Schweden allerdings nur bei 15,3 Prozent. Die Gründe für das Auseinanderklaffen der Einkommensschere seien bekannt, so Csörgits. Frauen würden nach wie vor in Niedriglohnbranchen tätig sein, die Unterbrechungen der Berufslaufbahn wegen Kindererziehung, fehlende Kinderbetreuung, ein hoher Teilzeitanteil und auch Rollenzuschreibungen würden zu Einkommensunterschieden beitragen.

"Es gibt viele Auslöser für Einkommensunterschiede, daher bedarf es vieler Maßnahmen", unterstrich die Sozialsprecherin. Positiv zu bemerken sei, dass man nicht bei Null anfange, immerhin gebe es ein gutes Regierungsprogramm und ein Gleichbehandlungsgesetz und auch die Sozialpartner seien nicht untätig, man habe beispielsweise 1000 Euro Mindestlohn ausgehandelt. "Einige Branchen zieren sich", so Csörgits. So hätten etwa die Rechtsanwälte die Vereinbarung noch nicht unterzeichnet, hier gebe es noch Handlungsbedarf.

Die Gewerkschaft hätte einen Schwerpunkt auf die Verringerung der Einkommensschere gelegt, so Csörgits, und für die Sozialpartner hätten Hundstorfer und Leitl beschlossen, Maßnahmen zu mehr Lohngerechtigkeit zu setzen. Insgesamt, betonte die SPÖ-Abgeordnete, müsse ein "Kraftakt im Sinne der berufstätigen Frauen gesetzt werden. Sie haben es sich verdient". (Schluss) sw

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