Rauch-Kallat: Frauen verdienen mehr Kraftanstrengung der Ministerin

ÖVP-Frauensprecherin konstatiert Untätigkeit des Ressorts

Wien (ÖVP-PK) - Frauen verdienen MEHR. Diesem Titel der Aktuellen Stunde können auch die ÖVP-Frauen und Männer zustimmen. Denn es ist inakzeptabel, dass zwischen Frauen und Männern - je nach Branche -immer noch Gehaltsunterschiede von weit über 20 Prozent bestehen, wenngleich sich in den letzten Jahren bereits einiges zum Positiven verändert hat, sagte ÖVP-Frauensprecherin Abg. Maria Rauch-Kallat heute, Donnerstag, im Nationalratsplenum und führte an, dass die Reallöhne der Frauen gestiegen sind, das Lohnniveau höher wurde, die Einkommensschere kleiner geworden ist und die Pensionen für Frauen durch die pensionsbegründende Anrechnung der Kindererziehungszeit und einen Basisbeitrag von 1.350 Euro für 48 Monate verbessert wurden. ****

"Aber immer noch gibt es große Unterschied", so Rauch-Kallat weiter. Am Geringsten seien diese Unterschiede im Öffentlichen Dienst, am höchsten bei den Privatangestellten. "Vielleicht sollten sich die Gewerkschafter dieser beiden Gruppen zusammensetzen und ihre Erfahrungen austauschen. Die Anwaltskammer hatte etwa seit Jahren keinen Besuch der Gewerkschaft", sprach die ÖVP-Abgeordnete die niedrigen Gehälter der Beschäftigten in Anwaltskanzleien an.

"Wir müssen darüber reden, wie wir die Anstrengungen erhöhen können, um die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern in absehbarer Zeit wegzubringen. Aber ich bin betrübt darüber, dass die entsprechenden Anstrengungen der letzten Jahre in den vergangenen neun Monaten geruht haben", kritisierte Rauch-Kallat die mangelnde Tätigkeit der Frauenministerin.

"Das weibliche Arbeitsleben gliedert sich in Berufseinstieg, Berufsunterbrechung und Berufsaufstieg. Gerade was den Berufseinstieg betrifft, so brauchen wir mehr Frauen in technischen Berufen. Dazu gab es eine Reihe von Initiativen, die in den letzten Monaten wenig Förderung vom Frauenressort erhalten haben. Bezüglich des Wiedereinstieges brauchen wir mehr Männer in der Familienarbeit und zur Unterstützung zu Hause. Denn Kinderbetreuungseinrichtungen sind gut, aber sie können die Leistungen der Väter in der Familienarbeit nicht ersetzen. Um den Wiedereinstieg zu erleichtern, gab es eine Reihe von Initiativen, die aber in den letzten Monaten bedauerlicherweise eingeschlafen sind. Was den Berufsaufstieg betrifft, so hat es neun Monate gedauert, bis endlich die Einladung zu einem Mentoringtag kam", so Rauch-Kallat.

Die Migrantinnen bezeichnete Rauch-Kallat als "benachteiligteste Gruppe" am Arbeitsmarkt. "Die letzte Bundesregierung hat hier intensive Kraftanstrengungen unternommen und eine eigene Stelle im Frauenministerium dafür eingerichtet. Seit neun Monaten gibt es einen Migrantinnenbericht. Der ist immer noch nicht veröffentlicht, es gibt eine interministerielle Arbeitsgruppe, die ist aber seit neun Monaten nicht eingeladen worden", bedauerte die ehemalige Frauenministerin. "Frauen verdienen wirklich mehr - nämlich mehr Kraftanstrengung der Ministerin und weniger Untätigkeit auf diesem Gebiet", schloss Rauch-Kallat.
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