"Konsument" testet Alarmanlagen-Angebote fürs Eigenheim

Auffallende Preisunterschiede. Funkanlagen dominierend.

Wien (OTS) - Im Durchschnitt findet in Österreich jede halbe
Stunde ein Einbruch statt. Alarmanlagen geben ein Gefühl größerer Sicherheit, allerdings will vor einer solchen Investition gut überlegt sein, wie man bei der Sicherung des Eigentums am besten vorgeht. "Konsument" hat deshalb gemeinsam mit Experten des Kriminalpolizeilichen Beratungsdienstes die Angebote von zehn Alarmanlagen-Errichtern unter die Lupe genommen. Fazit: Die Anbote von sechs Firmen sind großteils in Ordnung.

Selbst mit Alarmanlage lässt sich ein Einbruch nicht vollständig ausschließen. Bereits Hinweise auf das Vorhandensein einer Alarmanlage schrecken aber rund siebzig Prozent der Einbrecher ab. Die Schutzkonzepte sind jedoch sehr unterschiedlich: vom Außenhautschutz, der den Einbrecher schon beim Eindringen in das Haus meldet, über die Innenraumüberwachung, die nur ausgewählte Räume absichert, bis hin zum Objektschutz, bei dem wertvolle Gegenstände zum Beispiel durch einen Magnetkontakt geschützt sind.

Für die Wirksamkeit ist eine umfassende Bestandsaufnahme des Bedrohungsszenarios unerlässlich. Erstaunlicherweise verlangten allerdings nur zwei der Anbieter ("Polster" und "Jandrisovits") einen Plan des zum Testzweck vorgesehenen Einfamilienhauses. Weitere wesentliche Prüfkriterien waren Preis und Leistung. Der Angebotsvergleich ergab enorme Preisunterschiede von 1.500 bis 7.000 Euro. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bot vor allem "S3 Slauf Security Systems" mit 15 Meldern zu 2.300 Euro.

Bei der Wahl der Alarmanlage ist auch die Entscheidung, ob funkgesteuertes oder verkabeltes System grundlegend. Letzteres ist zwar gegen Funkstörungen gefeit, allerdings kann die nachträgliche Verkabelung eines Hauses teuer kommen. Sieben von zehn untersuchten Angeboten basierten auf dem Funksystem. Wofür man sich auch entscheidet: Die Qualität der verwendeten Komponenten sollte stimmen. Verlässlichstes Zeichen dafür ist das Zertifikat des VSÖ (Verbandes der Sicherheitsunternehmen Österreichs) bzw. des deutschen Pendants VDS. Übrigens: Viele Versicherungen gewähren eine Ermäßigung auf die Haushaltsversicherung bei Einbau einer Alarmanlage, sofern sie das VSÖ-Prüfsiegel tragen und von einer anerkannten Errichterfirma eingebaut und gewartet werden.

Die beste Alarmanlage hilft allerdings nichts, wenn nicht auch der richtige Umgang damit geübt wird. Versicherungen zahlen im Schadensfall nur, wenn die Anlage immer scharf gestellt ist. "So ist es ratsam, sich ein Blockschloss an der Eingangstür zuzulegen, das mit dem Sperren des Hausschlüssels die Anlage aktiviert oder deaktiviert. Das schützt zudem vor Fehlalarmen, die teuer werden können", so "Konsument"-Experte Mirko Bernhard.

Mehr zum Thema im Oktober-"Konsument" und auf www.konsument.at.

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