ÖAMTC: Die meisten Nebelunfälle 2006 ereigneten sich in Oberösterreich (+Grafik)

Die wenigsten passierten in Tirol und Wien

Wien (OTS) - Speziell in der Früh ist die Gefahr von Nebel groß. Im Jahr 2006 wurden bei 444 Nebelunfällen, 610 Personen verletzt und elf Menschen getötet. "70 Prozent der Nebelunfälle ereigneten sich von Oktober bis Dezember. Die meisten passierten in Oberösterreich (151), gefolgt von Niederösterreich (93) und der Steiermark (72)", sagt ÖAMTC-Expertin Dora Donosa. Statistisch rangieren auf den Plätzen 4 Kärnten (57), auf Platz 5 Vorarlberg (25), danach folgen Salzburg (22), Burgenland (13), Wien mit sechs und Tirol mit fünf Unfällen im Jahr 2006. "Nicht angepasste Geschwindigkeit gepaart mit zu geringem Abstand zum Vordermann ist dabei Unfallursache Nummer eins", weiß Donosa.

Darum ist es wichtig Zeitdruck auf der Fahrt z.B. zur Arbeit zu vermeiden. "Gerade wenn man in Eile ist, wird die Geschwindigkeit oft nicht auf das erforderliche Maß reduziert", erklärt die ÖAMTC-Expertin. Auch auf der "Hausstrecke", auf der man sich sicher fühlt und die man "wie seine Westentasche" zu kennen glaubt, fahren manche schneller als die Sichtbedingungen es zulassen. 70 Prozent und damit der Großteil der Nebelunfälle ereigneten sich auf Bundes- und Landesstraßen. Sieben Prozent der Unfälle bei Nebel passierten auf Autobahnen und Schnellstraßen. Auf Autobahnen sind potenzielle Nebelzonen auch durch so genannte Nebelpunkte gekennzeichnet. Auch Nebelwarnanlagen informieren den Autofahrer.

Tipps für die sichere Fahrt durch den Nebel

Ein oft begangener Fehler bei Nebel ist es, sich am Rücklicht des Vordermannes zu orientieren. "Dabei wird der erforderliche Abstand oft unterschritten", weiß die ÖAMTC-Expertin. "Gleichzeitig kann der zu geringe Abstand des Hintermannes 'Fluchtinstinkte' auslösen." Der vorausfahrende Fahrzeuglenker erhöht daraufhin das Tempo, um den Abstand zu vergrößern, versucht aber ebenfalls dicht an seinem Vordermann zu bleiben, um diesen nicht aus den Augen zu verlieren. So kann eine Kolonne bei zunehmender Geschwindigkeit immer dichter zusammenrücken. Ein gefährlicher Teufelskreis, in dem ein Fahrfehler im schlimmsten Fall eine Massenkarambolage auslösen kann.

  • Fuß weg vom Gas und die Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen anpassen.
  • Im dichten Nebel Nebelscheinwerfer und -schlussleuchten einschalten.
  • Nicht am Rücklicht des Vordermannes orientieren, unbedingt den Abstand vergrößern.
  • Rechts fahren und auf keinen Fall überholen.
  • Besondere Vorsicht auch beim Links-Abbiegen.
  • Durch den Nebel sind Markierungen und Verkehrsführungen schwerer erkennbar, daher Vorsicht im Baustellenbereich.
  • Im Falle eines Unfalles oder einer Panne unbedingt versuchen, das Fahrzeug von der Straße wegzubringen. Ist das nicht möglich, muss man alle Mittel zur Sichtbarmachung ausschöpfen: Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen, Pannendreieck aufstellen und an einer sicheren Stelle auf Hilfe warten.
  • Bei entsprechend guter Sichtweite Nebelscheinwerfer und -schlussleuchten wieder ausschalten, um eine Blendung des Nachfolgeverkehrs zu verhindern.

Aviso an die Redaktionen:
Eine Übersichtsgrafik über klassische Nebelgebiete auf Österreichs Straßennetz ist im ÖAMTC-Fotoservice unter www.oeamtc.at/presse abrufbar.

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